Was sehen wir hier? Luftaufnahmen, Landschaften aus der Vogelperspektive, Satellitenbilder. Ausschnitte unserer Welt aus der Distanz, Eis und Schnee, Bergmassive und Täler, Felder und Flüsse. Keine Menschen – dafür sind wir zu weit weg.
Was sehen wir hier? Mikroskopische Aufnahmen, hundertfache Vergrößerungen, Detailbilder. Einblicke in die Welt aus nächster Nähe, Eiskristalle und Pflanzenfasern, Pollen und Sporen, Spurenelemente und Zellen. Keine Menschen – dafür sind wir zu nah dran.
Es ist das große Faszinosum an Uta Heilands Bildern, dass sie in ihnen das Große und das Kleine gleichzeitig darzustellen vermag. Monochrome und verspielte Flächen, Farbnunancen und -kontraste, klare Strukturen und verwischte Grenzen: aus diesen Gegensätzen gestaltet die Malerin Kompositionen von großer Strahlkraft. Die Bilder ziehen uns an, ziehen uns hinein, immer weiter. Vom Großen ins Kleine, zu immer feiner werdenden Details. Heiland erschafft Szenerien, die im ersten Moment abstrakt erscheinen, sich bei genauer Betrachtung aber als präzise Wiedergabe der Welt entpuppen, die uns umgibt.
Wir können eintauchen in das kühle Blau, auf schneebedeckten Gipfeln wandern, am sonnengelben Strand sitzen. Und gleichzeitig hineinkriechen in den Mikrokosmos, zu winzigen Lebensformen, Sediment und Elementarteilen, zu den kleinsten Dingen, die unseren Augen sonst verborgen bleiben.
Keine Menschen in den Bildern? Doch. Wir.