Von: Mathias Beck
[mathiasbeck@comebeck.com]
Gesendet: Mittwoch, 9. August 2006
13:38
An: 'Polcher@aol.com'
Cc: Kira Hanusch
(kira.hanusch@freenet.de); Dina Draeger (info@dina-draeger.de); Ruediger Seidt
(info@kunstraeume-forbach.de); Rüdiger Seidt (seidt@ruediger-seidt.de); Nikola
Dimitrov (atelier@nikoladimitrov.de)
Betreff: RE: Absage
Liebe Frau
Klos,
Sie sind mir nicht zu
nahe getreten, ich bin in Diskussionen - auch schriftlich - heftig.
Verzeihung.
Dass ich Ihnen die Zahlen
offen gelegt habe, liegt gerade darin begründet, dass der Begriff "Raummiete"
(wie Sie ihn auch in Ihrer Antwort benutzen) bei mir Pickel und Ausschlag
hervorruft.
Es ist eine
Kostenbeteiligung. Und nicht an den Raumkosten, sondern an denen für das
Ausstellungsgeschehen selbst. Und das lässt sich aus den Zahlen und Anmerkungen
auch eindeutig herauslesen.
Und - es ist ein
Verhandlungsangebot für die erste Ausstellung bei uns im Haus. Das darf ruhig
maximal sein, wenn man sich dann im Gespräch und der Auseinandersetzung näher
kommt und einigt.
Das nächste Angebot, das
Sie bzgl Ihrer nächsten Ausstellung hier in der Galerie erhalten, wird sich in
punkto Geld als Kostenbeitrag auf Null belaufen. Und auf fifty-fifty
bei Verkauf.
Wir haben nach
umfänglicher Beratung mit Anwalt, Freunden aus der Medienbranche
(Pressesprecher, PR-Berater, Journalist) und Künstlern (auch ein Musiker dabei,
der ganz interessante Dinge aus der Musikwelt beitragen konnte) gestern
festgestellt, dass uns Atelier und seine Grauzone nicht schadet, wenn auch
ärgert.
Es ist dieselbe
Diskussion wie vor zwei Jahren. Auch wenn Atelier sich jetzt noch einmal äußert,
hat Bence Fritzsche nicht mehr recht in der Sache.
Und dass Atelier damals
mein durchaus kurz gehaltenes Fax als Erwiderung nicht veröffentlich hat, weil
dort der Link zu meiner umfänglichen Stellungnahme drin stand, zeigt die "Größe"
dieser Redaktion, die Unredlichkeit von Bence Fritzsche.
Wir haben deshalb heute
nur auf die Index-Seite der Galerie den Link zur Diskussion von 2004 gelegt - im
Laufe der nächsten Tage ergänzt um den aktuellen Eintrag "Grauzone" und die
Korrespondenz (auch unsere). Das war's für uns.
Atelier schadet
eigentlich Ihnen und den anderen Künstlern, die jemals etwas mit uns zu tun
hatten oder haben.
Uns schadet Atelier
tatsächlich nicht. Das habe ich am Wochenende noch falsch eingeschätzt. Und
zwar, weil sich jeder, der sich dann näher für uns "Schwarzes Schaf"
interessiert, über unsere Arbeit (zB auf der Homepage) kundig machen
kann.
Auf lange Sicht muss das
offene Internet dieser hermetischen Redaktion gewachsen
sein können.
Soll ich jetzt von "unseren" Künstlerinnen
und Künstlern eine subjektive und von uns nicht beeinflusste Reaktion erwarten,
in der sie ihre Sicht darstellen und das Vorgehen von Atelier jetzt mit der
desavouierenden "Grauzone" bewerten? - Auch unter dem Aspekt, wie die 2004 mit
dieser Sache umgegangen sind.
Ja, das sollte ich eigentlich. Das mache ich aber nicht.
Sie, Frau Klos, und alle anderen, die von
dem Artikel Kenntnis genommen haben, müssen sich selbst überlegen, wie Sie sich
dazu stellen wollen.
Was ich mache, ist, die Künstlerin
Gerda von Flottwell, die seit den 70er Jahren mit uns zusammenarbeitet, und die
eng mit Monika Beck befreundet ist, zu bitten, die Redaktion von Atelier wegen
der offensichtlich "brandneuen" Information, dass Monika Beck wieder in der
Galerie agiert, auf deren Quellen zu befragen. Hier im Haus war
nämlich auf die Fragen von Gerda nach einer heutigen Galeristin Monika Beck
nichts bekannt.
Mit gleichfalls lieben Grüßen von Haus zu
Haus.
Mit freundlichen
Grüßen | kindest regards
Mathias Beck
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Sehr geehrter Herr Beck,
ich hoffe, ich bin Ihnen nicht zu nahe getreten. Mein Hinweis auf diesen
Artikel sollte 1. meine Unsicherheit in Bezug auf den erwähnten Fakt des
einbehaltenen Bildes klären und 2. wollte ich Ihnen bekanntgeben, dass solch ein
Artikel über Sie im Umlauf ist.
Ich bin mit den Ausstellungsmöglichkeiten, die von mir eine Raummiete
erfordern bestens vertraut und habe meine eigene Einstellung hierzu. Meiner
Meinung nach ist die Redaktion der Zeitschrift "atelier" immer noch zu
verwachsen mit konservativen Ausstellungsmöglichkeiten und läßt dabei außer
Acht, dass sich das Bild in der Kunstszene (obwohl im Heft ständig
daraufhingewiesen wird) stark verändert hat. Wenn ich als Künstlerin solch eine
Möglichkeit nicht wahrnehmen möchte, tue ich es einfach nicht. Außerdem kann man
sich heutzutage eine gute Übersicht durch das Internet verschaffen. Dies zu
meiner Einstellung.
Über den Begriff "Erstausstellung" hatten wir beide ausführlich gesprochen.
Ich verstehe ihn in der Weise, dass Sie mir in vernünftigem Zeitrahmen eine
weitere Möglichkeit zu einer Ausstellung bieten, zu evtl. geänderten
Bedingungen?
Die finanziellen Hintergründe, die zu der Höhe der
Raummiete führen, sind für mich völlig unwichtig. Für mich ist wichtig, ob ich
mir den Betrag leisten kann, und was für mich getan wird.
Meine Frage, ob Sie gegen den Artikel vorgehen werden bezieht sich auf den
Umstand, dass ich natürlich einen sauberen Lebenslauf haben möchte und die
Ausstellungsmöglichkeiten, die ich angebe, nicht zu irgendwelchen Irritationen
bei zukünftigen Galeristen führen.
Ich werde Ihnen die Adressen in den Tagen zukommen lassen.
Viele liebe Grüße
Petra Klos