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26. Februar - 28. März 2008

 

 Kiddy Citny 

Celebration

 

 

    

 

Musiker und bildender Künstler Autodidakt, wurde 1957 in Stuttgart geboren, ist in Bremen aufgewachsen, 1977 nach Westberlin gezogen, hat in Amsterdam und London (1979), in Zürich (1980), Bern (1989/90), Los Angeles (1993/94) gelebt und bis 2000 auch ein Atelier in München genutzt. Standpunkt des Wahl-Berliners: „Mein Schwerpunkt liegt immer da, wo ich gerade bin."

 

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L'heure bleue, die Stunde der Morgen- und Abenddämmerung.
Caspar David Friedrich oder auch Phillipp Otto Runge formten aus der blauen Stunde einen sakrosankten Moment.
Die damaligen Künstler verbalisierten in ihren Werken eine außeralltägliche Wirklichkeit und erhoben sich somit über die Schar der Kunstliebhaber.
Romantische Genieästhetik lies keine Kommunikation zwischen Künstlern und Rezipienten zu.
Die entrückte Kreativität der Künstler war vom Solipsismus verfärbt. Einer Theorie, die zur Annahme hat, nur das eigene Ich sei wirklich und alle anderen Individuen lediglich Bewusstseinsinhalte ohne eigene Existenz.
In unserer heutigen Zeit liegt die Leistung eines Künstlers gerade in seiner kommunikativen Kreativität um Uns, den Betrachtern, etwas mitteilen zu können.
Denn nur durch den Eindruck des Betrachters wird der angestrebte Ausdruck des Künstlers vollständig.
Kommunikation versteht sich allgemein als Einheit aus Form (dem Symbol) und Inhalt (der Bedeutung) und stellt für Uns den Wirklichkeitsbezug zu einem Kunstwerk her.
Will der Künstler mit seiner Kunst unterhalten, muss er mit vertrauten Verschlüsselungen jonglieren.
Anstelle der entrückten erwarten Wir Heute also alltägliche Befindlichkeiten von den Künstlern, die jeder Mensch zu entschlüsseln vermag und die auf einen breiten Konsens stoßen.
?Kunst als höchste Form der Kommunikation hat den Auftrag eine möglichst breite Masse zu erreichen. Der 1957 geborene Wahlberliner Kiddy Citny realisiert diesen seinen Leitsatz als Musiker und bildender Künstler.
Internationale Bekanntheit erlangte er - zusammen mit Thierry Noir - unter anderem durch bemalen eines 100 Meter langen Frieses der Berliner Mauer 1985.
Kiddy Citny thematisiert alltägliche Gelüste und Wünsche, Gefühle und Hoffnungen, durch für Uns einfach zu entschlüsselnde Metaphern.
So wird zum Beispiel Liebe und Gemeinsamkeit als eine den Erdball umarmende, nackte Frau dargestellt die auch für Frieden und Freiheit steht, während Sensibilität und Zärtlichkeit durch zwei sich berührende Herzgesichter symbolisiert wird.
Die für ihn typische Körper- und Formensprache steigert Kiddy Citny noch durch das einfügen einzelner Wörter oder Sätze in die Bildebenen.
Diese winden sich um die stets in seinem Oeuvre präsenten, stilisierten Menschen und Köpfe als wären es deren Empfindungen, deren Gedanken, darauf aus bei den Betrachtern ein Wohlbefinden hervor zu rufen.
Während die Piktogramme durch vereinfachte grafische Darstellung der Informationen eine sprechende Motivik erzeugen, erreichen die Epigramme zusätzlich durch Wörter eine optische Verbalisierung seiner Bilder.
Beide Ausdrucksformen erreichen jene Einheit von Kommunikation, die zuvor mit Form und Inhalt beschrieben wurde.
Sie erfüllen die Intention des Künstlers die Welt zu verbessern oder zumindest zu einer Verbesserung anzuregen.
Aus dem Quell des wirklichen, alltäglichen Lebens strömen Kiddy Citnys Verlangen nach Liebe und optimistische Hoffnungen auf die Leinwand.
Das Resultat ist die blaue Stunde - Lheure bleue.
Wenn Tag und Nacht, Sonne und Mond, wenn Realität und Traum, Sehnsüchte und Gelüste sich gegenseitig umarmen.

Ich bin von den Galeristen gebeten worden, darauf hinzuweisen, dass Sie an dieser Stelle bitte nicht beginnen sollen, Ihre "Sehnsüchte und Gelüste" sofort auszuleben.
Schließlich ist das hier fast wie Öffentlichkeit.
Aber Sie dürfen gerne dazwischen heimlich Ihre Liebsten kurz drücken, oder auch den Künstler umarmen, solange er sich nicht wehrt. Nur die Frau des Galeristen ist sakrosankt, sagt der Mann der Galeristin.
 

Marc Bonner

 

              

 

Liebe und Gemeinsamkeit, Frieden und Freiheit, Sensibilität und Zärtlichkeit, Wille und Verantwortung… Kiddy Citny kommuniziert komplexe Themen mit einfachen Metaphern: „Herzgesichter", „Welt im Arm", „Königskinder"… Seine Bildwelt ist parabelhaft wie die Welt des „Kleinen Prinzen". Wenn Antoine de Saint-Exupéry in seine Bücher hineingezeichnet hat, so schreibt Kiddy Citny in seine Bilder: „You lucky star", „feel fine", „imagine & set", „response@responsibility", „2night", „dream / reality", „courage", „p@ssion", „firewire", „JPEG", „set colours pure and free", „move on up", „EQ – IQ", „What time is love?", „einz sein", „lust – last – liebe", „L'amour toujours", „qui baisse qui"…

Hieroglyphenartige Pikto- und Epigrammzeilen mäandern um Körper und Köpfe. Der Bildduktus von sprechendem Hauptmotiv und kommentierender Kulisse entspricht dem ganzheitlichen Ansatz seiner Botschaften. Der Bogen zwischen sprechender Motivik und anschaulicher Verbalisierung ist das Spannende in seinen Bildern.

Peter Fabian

 

    

 

         

 

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Aufbau der Ausstellung am 19.2.2008

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

 

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Information für die Medien

Kiddy Citny – Celebration - SYNERGIE | Kunst und Wirtschaft | galerie m beck im Haus der Unternehmensverbände


"Mein Schwerpunkt liegt immer da, wo ich gerade bin.", so lautet das Credo von Kiddy Citny. 1957 in Stuttgart geboren, wurde der Maler, der unter anderem in Holland und Großbritannien, der Schweiz und den USA gelebt hat, vor allem mit seinen Bildern auf der Berliner Mauer weltberühmt: So steht beispielsweise ein Fragment des zuvor zwei Welten trennenden, durch Citny zum Kunstwerk transformierten Betonwalls vor dem UNO-Gebäude in New York. Unter dem Titel "Celebration“ stellt der vielseitige Künstler im Haus der Unternehmensverbände ausgewählte Arbeiten vor, in denen er mit Hilfe seiner "emotionale Piktogramme" komplexe Themen in bildliche Metaphern zwischen Tag und Nacht, Träumen und Wachen, Werden und Vergehen überträgt.

Die Ausstellung "Kiddy Citny | Celebration" ist vom 26. Februar bis einschließlich 28. März 2008 im Haus der Unternehmensverbände | Harthweg 15 | 66119 Saarbrücken, jeweils dienstags bis freitags von 14 bis 16 Uhr sowie jederzeit nach vorheriger Vereinbarung zu sehen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es unter Telefon (0 68 48) 7 21 52 sowie im Internet unter www.comebeck.com/GER/synergie.

 

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