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18. Mai - 11. Juni 2008
George
Cheyssial
*1907 +1997
Période 3 | foyer
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von
Herrn Gerald AW Hunze, Homburg

Als junger Künstler lebte Georges Cheyssial einige
Jahre in Rom. 1929 erhielt er den zweiten Rom Preis, 1932 den ersten
„Grand Prix de Rome“, eine der höchsten Auszeichnungen für bildende
Künstler. Er war Präsident der „Artistes Francais“ und Mitglied der „Académie
des Beaux Arts“ in Paris, zu deren Präsident er gewählt wurde. Seit 1975
wurde er zum Präsidenten der Fünf Akademien ernannt. Seit 1962 war er
als Professor mit einem Lehrstuhl an der Pariser Kunstakademie tätig.
Große Ausstellungen mit seinen Gemälden veranstaltete er in New York,
Zürich, London, Tokio, Frankfurt, Moskau und vielen anderen
ausländischen und französischen Städten.

content\GEORGES CHEYSSIAL Vernissage.pdf

Hauch von Pariser Flair
Ausstellung von Georges Cheyssial am Samstag eröffnet
KIRTORF (ch). Ein Hauch von Pariser Flair wehte durch
die kleine Galerie in Ober-Gleen, französisches Stimmengewirr empfing
die Besucher, im Hintergrund rundeten melancholische Chansons die
stimmungsvolle Atmosphäre ab und sogar ein Gläschen Champagner, eigens
aus Reims importiert, durfte nicht fehlen. Beeindruckender hätte man
eine Ausstellung - zumal wenn sie einem französischen Maler gewidmet ist
- nicht beginnen können. Am Samstag begrüßte Ernst A. Bloemers, Inhaber
der Galerie "Kunst im Kuhstall", die Gäste zu einer besonderen
Vernissage. Es handelt sich um die Ausstellung des französischen
Künstlers Georges Cheyssial, für die eigens aus Paris 34 Gemälde nach
Ober-Gleen gebracht wurden. In Anwesenheit von Maryse Cheyssial und Dr.
Marc Cheyssial, Nichte und Neffe des inzwischen verstorbenen Malers, gab
Galerist Bloemers den Gästen einen kurzen Überblick über Leben und
Wirken des Künstlers.
Georges Cheyssial wurde 1907 in Paris geboren und bereits im Alter von
zehn Jahren als "Wunderkind" mit großem Talent für die Malerei entdeckt.
Berühmte Lehrmeister nahmen sich seiner an und malte Cheyssial in jungen
Jahren noch im Stile seines Idols August Renoir, so beherzigte er später
den Rat eines seiner Mentoren, der da lautete: Finde Dich selbst. Das
tat Georges Cheyssial im Laufe der Jahre auch so erfolgreich, dass er
als "Maler der Kindergesichter" bekannt wurde, sie wurden so etwas wie
sein "Markenzeichen". Mit großer Empfindsamkeit konnte er Gefühle in den
Gesichtern der Kinder zum Ausdruck bringen. Doch es waren nicht nur
Kindergesichter, die den Maler weit über Frankreichs Grenzen hinaus
berühmt machten, sondern auch Fresken, Wandmalereien, aber auch
zeitkritische Bilder, die zu seinen Werken gehören.
Darauf ging Dr. Marc Cheyssial, ein Neffe des Malers, während der
Begrüßungsrunde näher ein. In gutem Deutsch ließ er das Leben seines
Onkels noch einmal kurz Revue passieren. Als junger Künstler lebte und
arbeitete Georges Cheyssial außer in Frankreich auch einige Jahre in Rom
und erhielt dort 1932 den "Grand Prix de Rome", eine der höchsten
Auszeichnungen für bildende Künstler. Er war Präsident der "Artistes
Francais" und Mitglied der "Académie des Beaux Arts", zu deren Präsident
er gewählt wurde. 1975 wurde er außerdem zum Präsident der Fünf
Akademien ernannt und arbeitete gleichzeitig als Professor an der
Pariser Kunstakademie.
In seinem langen Leben - Georges Cheyssial wurde 90 Jahre alt - erschuf
er mehr als dreitausend Ölgemälde mit Ausmaßen bis zu drei Metern Größe.
Seine Werke befinden sich in Museen und Privatkollektionen in allen
Teilen der Welt wie England, Spanien, Japan und USA. Ebenso
veranstaltete der Künstler zu Lebzeiten große Ausstellungen in New York,
Tokio und Moskau.
Nach solch langen Reisen durch die ganze Welt ist es nun fast ein
Glücksfall, dass einige der Exponate auch ihren Weg in den Vogelsberg
gefunden haben. Es sind die kleineren Bilder, die aufgrund der
räumlichen Gegebenheiten nun in der Galerie "Kunst im Kuhstall" zu sehen
sind, dennoch lassen auch diese "handlicheren" Ausgaben erahnen, mit
wieviel Kraft und künstlerischem Engagement der Maler Cheyssial ans Werk
ging. "Die Kunst erfordert Mut" war eine seiner Leitlinien, die er
umzusetzen suchte und in seine Exponate einfließen ließ.
"Ich hoffe, dass Sie seine Werke mögen" - mit diesem Wunsch beendete
Maryse Cheyssial, die Nichte des Malers, den Begrüßungsreigen und gab
damit den Gästen das Signal zu einem Rundgang durch die Ausstellung, die
bis zum 13. Oktober in der Galerie im Kuhstall zu sehen ist und für alle
Kunstliebhaber ein außergewöhnliches Ereignis darstellt.
Gießener Anzeiger

Öffnungszeiten und andere Informationen zur Ausstellung
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