galerie m beck
comebeck ltd .ca | Deutsche Niederlassung
Schwedenhof | Am Roemermuseum | 66424 Homburg/Saar | Germany
galmb@comebeck.com

 

 
 

13. April - 14. Mai 2008

 

 Ine de Cock 

Sensitivity | area

 

 

Ine de Cock hat ihre ersten Erfahrungen im Bereich Steinbearbeitung während ihrer Aufenthalte im Lake District (UK) gesammelt. Mit Hingabe und Ausdauer hat sie dann anschließend ein vielseitiges Talent für Bildhauen entwickelt.

Ine ist Autodidakt und arbeitet in ihrem Atelier in Overasselt in der Nähe von Nimwegen in den Niederlanden. Lebenserfahrung und alltägliche Beobachtungen sind Inspiration für ihre Skulpturen. Bei dem Reduktions- und Stilisierungsvorgang ist sie immer danach bestrebt, dass der Ausgangpunkt erkennbar bleibt. Ein wesentlicher Teil ihres Gesamtwerkes strahlt die Leidenschaft für menschliche und Tierformen aus.

'Tanz und Bewegung, 'Vögel' und menschliche Beziehungen sind Themen, die in Ines Werk regelmäßig wiederkehren. Sie tritt oft assoziativ an diese Themen heran. Struktur, Bewegung und Balance sind Merkmale ihrer Formensprache.

Ines Skulpturen laden dazu ein, sie zu berühren. Die angenehme Empfindung einer polierten Oberfläche ist einzigartig, und nur wenige Zuschauer können der Versuchung widerstehen, die Skulpturen zu berühren.

Skulpturen von Ine befinden sich in Privatkollektionen und werden von Unternehmen und Institute angekauft. Ine betreut regelmäßig kreative Schul- und Gemeinschaftsprojekte, bei denen eine Vielfalt an Materialien und Techniken angewandt werden.

 

in situ

         

    

         

         

         

         

 

              

         

         

         

         

         

         

         

         

              

         

    

         

         

              

         

         

         

         

         

 

         

    

         

         

              

              

         

 

         

         

              

 

Bilder in situ ansehen

 

                        

                   

                   

 

Recent exhibitions include:

Gallery Ravenstein, Ravenstein (NL), 2004
‘Saiv’art 2005’, Saive (B)
‘Artevent 2005’, Antwerpen (B)
Estate ‘de Kemphaan’, Almere (NL), 2005
Gallery ‘OOST99’, Hoorn (NL), 2006
ArtGarden Drenthe, Dwingeloo (NL), 2006
Gallery ‘Villa Lila’, Nijmegen (NL), 2006
Gallery Marziart, Hamburg (D), 2006
GraelArt Gallery, Amsterdam (NL), 2006
‘Saiv’Art 2007’ Saive (B)
Gallery ‘Galerie55’ Budel (NL), 2007
Gallery ‘van Someren’ Weesp (NL), 2007
Galllery Gauguin, Heeze (NL), 2007
Gallery ‘Seizoen in Beeld’ Callantsoog (NL), 2008
Gallery Beck, Homburg (D), 2008

 

                   

                  

 

Recent commissions include:

‚van Deenen‘ memorial medal, University of Utrecht, 2004
Rheinische Kliniken, Bedburg-Hau (D), 2005
Bird, Memorial park, Nijverdal (NL), 2005
Owl, Mactwin Security group Heteren (NL), 2007

Membership:

Ars Carolina

 

                   

                   

                   

 

Einführungsrede zur Ausstellung

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich begrüße Sie herzlich zur Eröffnung unserer Ausstellungen im April, und möchte Ihnen kurz die Künstlerinnen und die Künstler vorstellen.

Siegrid Zucchetti

Die die 1940 in Jänickendorf (Brandenburg) geborene Siegrid Zucchetti, die seit 1945 in Kaiserslautern lebt und arbeitet, hat aus Naturstudien und Aquarellen allmählich einen Weg in die Abstraktion und dann in die Gegestandslose Malerei gefunden. Sie hat darüber hinaus in den vergangenen Jahren ihren eigenen Ansatz einer späten Farbfeldmalerei gefunden, die – wie oft in der Farbfeldmalerei – ihren originären Urpunkt der Betrachtung und Interpretation von Landschaft besitzt, und die aus den Spannungen und Attraktionen der ungestalteten wie gestalteten Landschaft ihre Impulse bezieht.

Die Farbfeldmalerei ist ein Stil in der Malerei des 20. Jahrhunderts, der sich vor allem gegen den psychologisierenden, rein auf die menschliche Psyche abzielenden Surrealismus entwickelte, und zwar als Landschaft und Natur behandelnde aus dem Action Painting Jackson Pollocks heraus, und dessen berühmtester Protagonist sicherlich Mark Rothko ist.

Oft wirkt die reine Farbe auf der Fläche, die nur durch marginale Farbänderungen gestört wird, die aber kompositorisch von großer Bedeutung sind. Treffen die Farbunterschiede hart aufeinander, spricht man von Hard Edge, wobei die Lineatur Zucchettis diese Scharfe Kante (das heißt Hard Edge) bildet.

Sie sagt, dass Linien für sie keine Trennlinien, sondern ganz im Gegenteil Verbindungen sind, als Ergänzung zur Fläche und zur Farbe, und dass sie gar keine Absichten auf mathematische Verhältnisse hegt, sondern sozusagen den Charakter ihrer Bilder herauszuarbeiten sucht. Wir haben das als Ausstellungstitel „Flächenatmen“ genannt.

So spiegelt sich für mich in ihren Bildern immer der Dialog zwischen dem Eigenen und dem Fremden, wobei die Beziehung zwischen der teils lasierten wie auch der geschlossen abdeckenden, pastos gestalteten, dadurch gleichsam atmenden Fläche und der Form gebenden, definierenden Setzung der Linien für die stets irritierende fremde Vertrautheit zwischen Ich und Du stehen kann, die aus unserer ganz menschlichen Unfähigkeit entsteht, den Augenblick so zu bewahren, wie er gerade ist, und ihn gegen eine sich stets verändernde Erinnerung einzutauschen.

Dem Augenblick Dauer zu verleihen, gelingt dem Menschen nur, wenn er die Augenblicke lebt – allerdings bedeutet dies auch, daß das Leben zur Summe von Zeitstückchen wird, daß es tatsächlich wie im Fluge vergeht oder mählich zerrinnt.

Ine de Cock

Roughly spoken I will talk about your prudence as an artist to gain sensitivity out of a stone.
Ine de Cocks Skulpturen deuten sofort auf die handwerklichen Fähigkeiten der in den 70ern vielbeachteten japanischen modernen Bildhauer, die in ihrer Kunstfertigkeit stets bis an den Rand der Möglichkeiten des Steines gingen, und deren Methodik, einen Stein zu betrachten, in der Bildhauerlehre und der gesamten Bildhauerei in den 80ern und 90ern in den Niederlanden den stärksten Niederschlag gefunden hat.
Und so ist Ines Ansatz, glaube ich, ein aus der brachialen handwerklichen Kunstfertigkeit entwickelter, dem Stein und dem, was er selbst sein will und kann viel stärker zugeneigter, emphatischer.

Nur wenige Steinbildhauer verfolgen in ihrem Werk zugleich und parallel figürliche und abstrakte Ansätze, wie es Ine de Cock tut. Und natürlich entkommen Skulpturen nicht der Grundproblematik jeglichen räumlichen Darstellens, der Frage nach Organisation von Binnen- und Außenraum einer Arbeit, aber Ine hat in ihren Skulpturen einen ganz originären und eleganten Lösungsansatz gefunden.
Hier erschließt sich nämlich, was es bedeutet, wenn ein Bildhauer mit seinen Steinen im Raum zuweilen auch zeichnet, denn baut oder modelliert.
Ine behandelt den Außenraum wie ein Zeichenblatt und umgibt den Binnenraum sozusagen mit einer Lineatur der Steinabgrenzungen. Dadurch erhalten ihre Steine diese Leichtigkeit, die das Material und seine Masse scheinbar konterkariert.
Ich glaube, dahinter steht dann eher der Versuch, den Betrachter auf die Vollkommenheit der großen Form zu lenken. –
Quasi Land-Marks zu setzen, auch wenn sie vordergründig als Tier- oder Menschformen skizziert sein mögen.
Tatsächlich erscheinen die Arbeiten größer dimensioniert als sie nach eigenen Abmessungen eigentlich sind.
Der Stein dient nicht als Ausgangsmaterial, das in die gewünschte Form gestaltet wird, sondern vielmehr als Träger oder als Substanz einer bestimmten Auffassung: Nur eine kluge Auffassung vom Stein kann – gepaart mit der bildhauerischen Fähigkeit, den Stein egal wie bearbeiten zu können – sensible Skulpturen entstehen lassen. Und „Sensitivity“ Sensibilität ist auch die Ausstellung überschrieben.
Ine tut dem Stein nicht weh, obwohl sie ihn doch zwingt.

Markus Koeck

Seit 1993 sind das Stuttgarter Schloss Solitude und seine architektonische Schönheit immer wieder Gegenstand des intensiven fotografischen Interesses Markus Koecks gewesen. „Das Gebäude ist Gegner, Partner, Herausforderung, Studienobjekt, Grund zur Konfrontation …“, sagt der 1967 in Kirn/Nahe geborene, heute in Stuttgart lebende Medien- und Installationskünstler. Was dies im Einzelnen bedeutet, erschließen nun jene 24 exemplarisch ausgewählten Fotografien aus fünfzehn Jahren, die wir unter dem Titel „Solitude“ in der balcony zeigen. Mit ihnen stellt Markus Koeck nicht nur einmal mehr seine fotografischen Fähigkeiten unter Beweis, sondern offenbart zugleich, dass die Schönheit eines Gebäudes auch – oder gerade - in den Details liegt. „Ich finde das Ganze in Teilen“, betont der vormalige Absolvent der Hochschule der Bildenden Künste (HBK) Saar, der hier in der Galerie vor allem aufgrund seiner komplexen und ironischen Installationen bekannt ist, denn: „Die Details sind aufschlussreicher als die Übersichten.“

Ich glaube, dass Markus Koeck, so elegant und schmeichlerisch uns seine Solitude-Fotografien begegnen, viel stärker die Natur und vor allem die Struktur in der Natur innerhalb des Phänomens Schloß Solitude wahrnimmt und wiedergeben will.
Natürlich spielt Licht in seinen Arbeiten eine große Rolle, foto graphein heißt ja auch mit Licht schreiben, aber ich behaupte, dass das Licht nur als Kontrapunkt eine Rolle spielt, in viel geringerem Maße also als zB die Materialität, die Stofflichkeit dieses Bauwerks.
Seine Arbeiten zu Sopitude besitzen den Ansatz auf Monumentalität. So klein und gefällig sie abgezogen sind und Ihnen präsentiert werden, sie sind groß gedacht.
Und Architektur dann nicht als Motiv, sondern als Phänomen. Nicht erfahren, sondern abstrahiert, nicht abgebildet, sondern erfahrbar gemacht. Nicht nach der Architektur, sondern mit der Architektur, in Abwandlung des berühmten Zitats von Max Ernst, dass echte Kunst nicht nach der Natur, sondern mit der Natur entsteht, gemeint: wie Natur.
Fotografieren also als evolutionärer Prozess, der der Beharrlichkeit bedarf.

Till Ansgar Baumhauer

Als „Manga“ bezeichnet man die japanische Form des Comics, wobei landläufig besonders der japanische Sexcomic so bezeichnet wird. „Manga Minne“ also irrlichtert auf der Grenze zwischen wahrer Liebe und Ware Liebe.
Der 1972 in Kirchheim/Teck geborene und in Dresden lebende Künstler Till Ansgar Baumhauer ist bekannt geworden durch seine Installationen, seine vielfältigen Arbeiten zu Themen der Musik und vor allem dadurch, dass er es geschickt versteht, mit unterschiedlichen Materialien seine Bildobjekte so zu fertigen, dass diese Kunstwerke stets mehrdeutig und nicht eindeutig erscheinen.

Sein Werk ist vielgestaltig: er zeichnet, malt, stellt Objekte her, realisiert Installationen, macht Performances.
Was so gut wie alle Werke auszeichnet, ist ihre Affinität zur technischen Perfektion, zur Architektonik des Kunstwerks, dem Kleinen und Konstruierten im Detail.
So unterschiedlich die Beschaffenheit der Werke, die dabei entstehen, sein mag, so sind doch alle eng miteinander verwoben und jeweils Teile eines gesamtkünstlerischen Ausdrucks.
Jede seiner Arbeiten scheint organisch aus einer anderen, schon bestehenden, gewachsen zu sein, jede besitzt Eigenschaften und weist Elemente auf, die sich in veränderter Form auch in seinen anderen Werken wiederfinden.
Energie bei gleichzeitiger Präzision sind solche Eigenschaften, die in Arbeiten Tills zu finden sind. Man meint, den körperlichen Einsatz zu spüren, wie die Konstruktion seiner Objekte in den Raum auseinandergezogen wird und doch gleichzeitig in der Aufsicht sich zusammenballt.


Unabhängig von formalen Erwägungen (die Objekte und Bilder sind im guten Sinne schön) bemüht sich Till Ansgar Baumhauer, auf den verschiedenen Bildebenen, den Bildvordergründen, dem Mittelgrund und den Bildhintergründen darum, dem Motiv einen propagandistischen Drall zu geben.
Er stellt den Betrachter vor das Problem, ein Bild nicht lesen zu können, nur indem er es anschaut. Indem er aus uns Schauern zuerst Glotzer macht, macht er aus dem Bild ein Anti-Plakat. Das ist aber auch ein Plakat, es ist Kommunikation.

Die Verletzlichkeit der menschlichen Erfahrung (ohne gleich das memento mori bemühen zu wollen) sind die Voraussetzung für Behutsamkeit. Und ohne Behutsamkeit kann ich nicht mit Kunst, und kann ich nicht mit anderen Menschen umgehen, denn Miteinander Umgehen ist ein Synonym für Kommunikation.

Oder anders: Das hier ist kein Spaß, kann es aber machen. Das jedoch ist jetzt Ihr Problem, meines habe ich nämlich gleich gelöst.
Von Zeit zu Zeit diskutieren wir zB engagiert, ob die Aufgabe der Künstler mit ihrer Kunst die ist, „das Menschengeschlecht“ zu erziehen.
Das wäre Till (in seinem Selbstbild) vielleicht zu anspruchsvoll.
Dann vielleicht ein ironisches Frotzeln über diese Frage:
Wenn wir als Publikum schon schwer Erziehbare sind, so wollen wir dennoch gut unterhalten sein.
Ich fürchte, das ist ihm zuwenig anspruchsvoll.
Das, was dazwischen ist, wünsche ich also Ihnen und uns.

Mathias Beck | April 2008

 

                        

                   

         

 

Abbildungen Skulpturen ansehen

 

Opening Reception am 12.4.2008

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

 

Bilder von der Opening Reception am 12.4.2008 ansehen | Fotos Nikola Dimitrov

Bilder von der Opening Reception am 12.4.2008 ansehen | Fotos Hans Peter Mürz

Bilder vom Essen nach der Opening Reception am 12.4.2008 ansehen | Fotos Nikola Dimitrov

Bilder der Webcam von der Opening Reception am 12.4.2008 ansehen

 

Ausstellungsaufbauabendessen am 11.4.2008

         

         

         

         

         

                   

              

                   

                        

         

         

         

 

Bilder vom Ausstellungsaufbauabendessen am 11.4.2008 ansehen | Fotos Nikola Dimitrov

Weitere Bilder vom Ausstellungsaufbauabendessen am 11.4.2008 ansehen | Fotos Nikola Dimitrov

Weitere Bilder vom Ausstellungsaufbauabendessen am 11.4.2008 ansehen | Fotos Nikola Dimitrov

 

Aufbau am 11.4.2008

         

         

         

         

         

         

         

    

 

Bilder vom Aufbau ansehen

Bilder der Webcam vom Aufbau am 10., 11. und 12.4.2008 ansehen

 

Information für die Medien

Ine de Cock – „Sensitivity“
13. April bis 14. Mai 2008, galerie m beck, Homburg-Schwarzenacker

Unter dem Leitmotiv “Sensitivity“ – auf Deutsch: Empfindlichkeit – präsentiert die galerie m beck zur Zeit Skulpturen von Ine de Cock. Dabei bezieht sich der Ausstellungstitel sowohl auf die formale Struktur ihrer Werke - nur wenige Menschen können der Versuchung widerstehen, die polierten Oberflächen ihrer Skulpturen zu berühren – als auch die meisterliche Fähigkeit der niederländischen Künstlerin, ihr Umfeld auf assoziative Weise in Stein zu übertragen.

„Tanz und Bewegung“, „Vögel“ und „Menschliche Beziehungen“ sind Themen, die in Ine de Cocks von Schichtung, Bewegung und Balance geprägtem Œuvre regelmäßig wiederkehren. Gleichzeitig verfolgt sie wie nur wenige zeitgenössische Steinbildhauer parallel figürliche und abstrakte Ansätze zwischen Innen- und Außenraum. Auf diese Weise ist Stein für sie keineswegs „nur“ Ausgangsmaterial, das in die gewünschte Form gebracht wird, sondern Träger einer bestimmten Empfindung: Ine de Cock tut dem Stein nicht weh, obwohl sie ihn doch zwingt.

Die Ausstellung „Ine de Cock – Sensitivity“ ist vom 13. April bis 14. Mai 2008 in der galerie m beck, Historischer Schwedenhof (am Römermuseum), Homburg-Schwarzenacker, jeweils mittwochs bis freitags von 16 bis 20 Uhr, sonntags und feiertags von 16 bis 18 Uhr sowie jederzeit nach vorheriger Vereinbarung zu sehen. Geschlossen bleibt die Ausstellung am 1. Mai und vom 11. bis 12. Mai 2008. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es unter Telefon (0 68 48) 7 21 52 sowie im Internet unter www.galerie-monika-beck.de.

 

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Öffnungszeiten und andere Informationen zur Ausstellung