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13. April - 14. Mai 2008
Ine
de Cock
Sensitivity | area

Ine de Cock hat ihre ersten Erfahrungen im Bereich
Steinbearbeitung während ihrer Aufenthalte im Lake District (UK)
gesammelt. Mit Hingabe und Ausdauer hat sie dann anschließend ein
vielseitiges Talent für Bildhauen entwickelt.
Ine ist Autodidakt und arbeitet in ihrem Atelier in Overasselt in der
Nähe von Nimwegen in den Niederlanden. Lebenserfahrung und alltägliche
Beobachtungen sind Inspiration für ihre Skulpturen. Bei dem Reduktions-
und Stilisierungsvorgang ist sie immer danach bestrebt, dass der
Ausgangpunkt erkennbar bleibt. Ein wesentlicher Teil ihres Gesamtwerkes
strahlt die Leidenschaft für menschliche und Tierformen aus.
'Tanz und Bewegung, 'Vögel' und menschliche Beziehungen sind Themen, die
in Ines Werk regelmäßig wiederkehren. Sie tritt oft assoziativ an diese
Themen heran. Struktur, Bewegung und Balance sind Merkmale ihrer
Formensprache.
Ines Skulpturen laden dazu ein, sie zu berühren. Die angenehme
Empfindung einer polierten Oberfläche ist einzigartig, und nur wenige
Zuschauer können der Versuchung widerstehen, die Skulpturen zu berühren.
Skulpturen von Ine befinden sich in Privatkollektionen und werden von
Unternehmen und Institute angekauft. Ine betreut regelmäßig kreative
Schul- und Gemeinschaftsprojekte, bei denen eine Vielfalt an Materialien
und Techniken angewandt werden.
in situ


































Bilder in
situ ansehen


Recent exhibitions include:
Gallery Ravenstein, Ravenstein (NL), 2004
‘Saiv’art 2005’, Saive (B)
‘Artevent 2005’, Antwerpen (B)
Estate ‘de Kemphaan’, Almere (NL), 2005
Gallery ‘OOST99’, Hoorn (NL), 2006
ArtGarden Drenthe, Dwingeloo (NL), 2006
Gallery ‘Villa Lila’, Nijmegen (NL), 2006
Gallery Marziart, Hamburg (D), 2006
GraelArt Gallery, Amsterdam (NL), 2006
‘Saiv’Art 2007’ Saive (B)
Gallery ‘Galerie55’ Budel (NL), 2007
Gallery ‘van Someren’ Weesp (NL), 2007
Galllery Gauguin, Heeze (NL), 2007
Gallery ‘Seizoen in Beeld’ Callantsoog (NL), 2008
Gallery Beck, Homburg (D), 2008

Recent commissions include:
‚van Deenen‘ memorial medal, University of Utrecht, 2004
Rheinische Kliniken, Bedburg-Hau (D), 2005
Bird, Memorial park, Nijverdal (NL), 2005
Owl, Mactwin Security group Heteren (NL), 2007
Membership:
Ars Carolina

Einführungsrede zur Ausstellung
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
ich begrüße Sie herzlich zur Eröffnung unserer Ausstellungen im April,
und möchte Ihnen kurz die Künstlerinnen und die Künstler vorstellen.
Siegrid Zucchetti
Die die 1940 in Jänickendorf (Brandenburg) geborene Siegrid Zucchetti,
die seit 1945 in Kaiserslautern lebt und arbeitet, hat aus Naturstudien
und Aquarellen allmählich einen Weg in die Abstraktion und dann in die
Gegestandslose Malerei gefunden. Sie hat darüber hinaus in den
vergangenen Jahren ihren eigenen Ansatz einer späten Farbfeldmalerei
gefunden, die – wie oft in der Farbfeldmalerei – ihren originären
Urpunkt der Betrachtung und Interpretation von Landschaft besitzt, und
die aus den Spannungen und Attraktionen der ungestalteten wie
gestalteten Landschaft ihre Impulse bezieht.
Die Farbfeldmalerei ist ein Stil in der Malerei des 20. Jahrhunderts,
der sich vor allem gegen den psychologisierenden, rein auf die
menschliche Psyche abzielenden Surrealismus entwickelte, und zwar als
Landschaft und Natur behandelnde aus dem Action Painting Jackson
Pollocks heraus, und dessen berühmtester Protagonist sicherlich Mark
Rothko ist.
Oft wirkt die reine Farbe auf der Fläche, die nur durch marginale
Farbänderungen gestört wird, die aber kompositorisch von großer
Bedeutung sind. Treffen die Farbunterschiede hart aufeinander, spricht
man von Hard Edge, wobei die Lineatur Zucchettis diese Scharfe Kante
(das heißt Hard Edge) bildet.
Sie sagt, dass Linien für sie keine Trennlinien, sondern ganz im
Gegenteil Verbindungen sind, als Ergänzung zur Fläche und zur Farbe, und
dass sie gar keine Absichten auf mathematische Verhältnisse hegt,
sondern sozusagen den Charakter ihrer Bilder herauszuarbeiten sucht. Wir
haben das als Ausstellungstitel „Flächenatmen“ genannt.
So spiegelt sich für mich in ihren Bildern immer der Dialog zwischen dem
Eigenen und dem Fremden, wobei die Beziehung zwischen der teils
lasierten wie auch der geschlossen abdeckenden, pastos gestalteten,
dadurch gleichsam atmenden Fläche und der Form gebenden, definierenden
Setzung der Linien für die stets irritierende fremde Vertrautheit
zwischen Ich und Du stehen kann, die aus unserer ganz menschlichen
Unfähigkeit entsteht, den Augenblick so zu bewahren, wie er gerade ist,
und ihn gegen eine sich stets verändernde Erinnerung einzutauschen.
Dem Augenblick Dauer zu verleihen, gelingt dem Menschen nur, wenn er die
Augenblicke lebt – allerdings bedeutet dies auch, daß das Leben zur
Summe von Zeitstückchen wird, daß es tatsächlich wie im Fluge vergeht
oder mählich zerrinnt.
Ine de Cock
Roughly spoken I will talk about your prudence as an artist to gain
sensitivity out of a stone.
Ine de Cocks Skulpturen deuten sofort auf die handwerklichen Fähigkeiten
der in den 70ern vielbeachteten japanischen modernen Bildhauer, die in
ihrer Kunstfertigkeit stets bis an den Rand der Möglichkeiten des
Steines gingen, und deren Methodik, einen Stein zu betrachten, in der
Bildhauerlehre und der gesamten Bildhauerei in den 80ern und 90ern in
den Niederlanden den stärksten Niederschlag gefunden hat.
Und so ist Ines Ansatz, glaube ich, ein aus der brachialen
handwerklichen Kunstfertigkeit entwickelter, dem Stein und dem, was er
selbst sein will und kann viel stärker zugeneigter, emphatischer.
Nur wenige Steinbildhauer verfolgen in ihrem Werk zugleich und parallel
figürliche und abstrakte Ansätze, wie es Ine de Cock tut. Und natürlich
entkommen Skulpturen nicht der Grundproblematik jeglichen räumlichen
Darstellens, der Frage nach Organisation von Binnen- und Außenraum einer
Arbeit, aber Ine hat in ihren Skulpturen einen ganz originären und
eleganten Lösungsansatz gefunden.
Hier erschließt sich nämlich, was es bedeutet, wenn ein Bildhauer mit
seinen Steinen im Raum zuweilen auch zeichnet, denn baut oder
modelliert.
Ine behandelt den Außenraum wie ein Zeichenblatt und umgibt den
Binnenraum sozusagen mit einer Lineatur der Steinabgrenzungen. Dadurch
erhalten ihre Steine diese Leichtigkeit, die das Material und seine
Masse scheinbar konterkariert.
Ich glaube, dahinter steht dann eher der Versuch, den Betrachter auf die
Vollkommenheit der großen Form zu lenken. –
Quasi Land-Marks zu setzen, auch wenn sie vordergründig als Tier- oder
Menschformen skizziert sein mögen.
Tatsächlich erscheinen die Arbeiten größer dimensioniert als sie nach
eigenen Abmessungen eigentlich sind.
Der Stein dient nicht als Ausgangsmaterial, das in die gewünschte Form
gestaltet wird, sondern vielmehr als Träger oder als Substanz einer
bestimmten Auffassung: Nur eine kluge Auffassung vom Stein kann –
gepaart mit der bildhauerischen Fähigkeit, den Stein egal wie bearbeiten
zu können – sensible Skulpturen entstehen lassen. Und „Sensitivity“
Sensibilität ist auch die Ausstellung überschrieben.
Ine tut dem Stein nicht weh, obwohl sie ihn doch zwingt.
Markus Koeck
Seit 1993 sind das Stuttgarter Schloss Solitude und seine
architektonische Schönheit immer wieder Gegenstand des intensiven
fotografischen Interesses Markus Koecks gewesen. „Das Gebäude ist
Gegner, Partner, Herausforderung, Studienobjekt, Grund zur Konfrontation
…“, sagt der 1967 in Kirn/Nahe geborene, heute in Stuttgart lebende
Medien- und Installationskünstler. Was dies im Einzelnen bedeutet,
erschließen nun jene 24 exemplarisch ausgewählten Fotografien aus
fünfzehn Jahren, die wir unter dem Titel „Solitude“ in der balcony
zeigen. Mit ihnen stellt Markus Koeck nicht nur einmal mehr seine
fotografischen Fähigkeiten unter Beweis, sondern offenbart zugleich,
dass die Schönheit eines Gebäudes auch – oder gerade - in den Details
liegt. „Ich finde das Ganze in Teilen“, betont der vormalige Absolvent
der Hochschule der Bildenden Künste (HBK) Saar, der hier in der Galerie
vor allem aufgrund seiner komplexen und ironischen Installationen
bekannt ist, denn: „Die Details sind aufschlussreicher als die
Übersichten.“
Ich glaube, dass Markus Koeck, so elegant und schmeichlerisch uns seine
Solitude-Fotografien begegnen, viel stärker die Natur und vor allem die
Struktur in der Natur innerhalb des Phänomens Schloß Solitude wahrnimmt
und wiedergeben will.
Natürlich spielt Licht in seinen Arbeiten eine große Rolle, foto
graphein heißt ja auch mit Licht schreiben, aber ich behaupte, dass das
Licht nur als Kontrapunkt eine Rolle spielt, in viel geringerem Maße
also als zB die Materialität, die Stofflichkeit dieses Bauwerks.
Seine Arbeiten zu Sopitude besitzen den Ansatz auf Monumentalität. So
klein und gefällig sie abgezogen sind und Ihnen präsentiert werden, sie
sind groß gedacht.
Und Architektur dann nicht als Motiv, sondern als Phänomen. Nicht
erfahren, sondern abstrahiert, nicht abgebildet, sondern erfahrbar
gemacht. Nicht nach der Architektur, sondern mit der Architektur, in
Abwandlung des berühmten Zitats von Max Ernst, dass echte Kunst nicht
nach der Natur, sondern mit der Natur entsteht, gemeint: wie Natur.
Fotografieren also als evolutionärer Prozess, der der Beharrlichkeit
bedarf.
Till Ansgar Baumhauer
Als „Manga“ bezeichnet man die japanische Form des Comics, wobei
landläufig besonders der japanische Sexcomic so bezeichnet wird. „Manga
Minne“ also irrlichtert auf der Grenze zwischen wahrer Liebe und Ware
Liebe.
Der 1972 in Kirchheim/Teck geborene und in Dresden lebende Künstler Till
Ansgar Baumhauer ist bekannt geworden durch seine Installationen, seine
vielfältigen Arbeiten zu Themen der Musik und vor allem dadurch, dass er
es geschickt versteht, mit unterschiedlichen Materialien seine
Bildobjekte so zu fertigen, dass diese Kunstwerke stets mehrdeutig und
nicht eindeutig erscheinen.
Sein Werk ist vielgestaltig: er zeichnet, malt, stellt Objekte her,
realisiert Installationen, macht Performances.
Was so gut wie alle Werke auszeichnet, ist ihre Affinität zur
technischen Perfektion, zur Architektonik des Kunstwerks, dem Kleinen
und Konstruierten im Detail.
So unterschiedlich die Beschaffenheit der Werke, die dabei entstehen,
sein mag, so sind doch alle eng miteinander verwoben und jeweils Teile
eines gesamtkünstlerischen Ausdrucks.
Jede seiner Arbeiten scheint organisch aus einer anderen, schon
bestehenden, gewachsen zu sein, jede besitzt Eigenschaften und weist
Elemente auf, die sich in veränderter Form auch in seinen anderen Werken
wiederfinden.
Energie bei gleichzeitiger Präzision sind solche Eigenschaften, die in
Arbeiten Tills zu finden sind. Man meint, den körperlichen Einsatz zu
spüren, wie die Konstruktion seiner Objekte in den Raum
auseinandergezogen wird und doch gleichzeitig in der Aufsicht sich
zusammenballt.
Unabhängig von formalen Erwägungen (die Objekte und Bilder sind im guten
Sinne schön) bemüht sich Till Ansgar Baumhauer, auf den verschiedenen
Bildebenen, den Bildvordergründen, dem Mittelgrund und den
Bildhintergründen darum, dem Motiv einen propagandistischen Drall zu
geben.
Er stellt den Betrachter vor das Problem, ein Bild nicht lesen zu
können, nur indem er es anschaut. Indem er aus uns Schauern zuerst
Glotzer macht, macht er aus dem Bild ein Anti-Plakat. Das ist aber auch
ein Plakat, es ist Kommunikation.
Die Verletzlichkeit der menschlichen Erfahrung (ohne gleich das memento
mori bemühen zu wollen) sind die Voraussetzung für Behutsamkeit. Und
ohne Behutsamkeit kann ich nicht mit Kunst, und kann ich nicht mit
anderen Menschen umgehen, denn Miteinander Umgehen ist ein Synonym für
Kommunikation.
Oder anders: Das hier ist kein Spaß, kann es aber machen. Das jedoch ist
jetzt Ihr Problem, meines habe ich nämlich gleich gelöst.
Von Zeit zu Zeit diskutieren wir zB engagiert, ob die Aufgabe der
Künstler mit ihrer Kunst die ist, „das Menschengeschlecht“ zu erziehen.
Das wäre Till (in seinem Selbstbild) vielleicht zu anspruchsvoll.
Dann vielleicht ein ironisches Frotzeln über diese Frage:
Wenn wir als Publikum schon schwer Erziehbare sind, so wollen wir
dennoch gut unterhalten sein.
Ich fürchte, das ist ihm zuwenig anspruchsvoll.
Das, was dazwischen ist, wünsche ich also Ihnen und uns.
Mathias Beck | April 2008




Abbildungen
Skulpturen ansehen
Opening Reception am 12.4.2008






















Bilder von
der Opening Reception am 12.4.2008 ansehen | Fotos Nikola Dimitrov
Bilder von
der Opening Reception am 12.4.2008 ansehen | Fotos Hans Peter Mürz
Bilder vom
Essen nach der Opening Reception am 12.4.2008 ansehen | Fotos Nikola
Dimitrov
Bilder der Webcam von der Opening Reception am
12.4.2008 ansehen
Ausstellungsaufbauabendessen am 11.4.2008












Bilder vom Ausstellungsaufbauabendessen am 11.4.2008 ansehen | Fotos
Nikola Dimitrov
Weitere Bilder vom Ausstellungsaufbauabendessen am 11.4.2008 ansehen | Fotos Nikola Dimitrov
Weitere Bilder vom Ausstellungsaufbauabendessen am 11.4.2008 ansehen | Fotos Nikola Dimitrov
Aufbau am 11.4.2008








Bilder vom Aufbau
ansehen
Bilder der Webcam vom Aufbau am 10., 11. und
12.4.2008 ansehen
Information für die Medien
Ine de Cock – „Sensitivity“
13. April bis 14. Mai 2008, galerie m beck, Homburg-Schwarzenacker
Unter dem Leitmotiv “Sensitivity“ – auf Deutsch: Empfindlichkeit –
präsentiert die galerie m beck zur Zeit Skulpturen von Ine de Cock.
Dabei bezieht sich der Ausstellungstitel sowohl auf die formale Struktur
ihrer Werke - nur wenige Menschen können der Versuchung widerstehen, die
polierten Oberflächen ihrer Skulpturen zu berühren – als auch die
meisterliche Fähigkeit der niederländischen Künstlerin, ihr Umfeld auf
assoziative Weise in Stein zu übertragen.
„Tanz und Bewegung“, „Vögel“ und „Menschliche Beziehungen“ sind Themen,
die in Ine de Cocks von Schichtung, Bewegung und Balance geprägtem Œuvre
regelmäßig wiederkehren. Gleichzeitig verfolgt sie wie nur wenige
zeitgenössische Steinbildhauer parallel figürliche und abstrakte Ansätze
zwischen Innen- und Außenraum. Auf diese Weise ist Stein für sie
keineswegs „nur“ Ausgangsmaterial, das in die gewünschte Form gebracht
wird, sondern Träger einer bestimmten Empfindung: Ine de Cock tut dem
Stein nicht weh, obwohl sie ihn doch zwingt.
Die Ausstellung „Ine de Cock – Sensitivity“ ist vom 13. April bis 14.
Mai 2008 in der galerie m beck, Historischer Schwedenhof (am
Römermuseum), Homburg-Schwarzenacker, jeweils mittwochs bis freitags von
16 bis 20 Uhr, sonntags und feiertags von 16 bis 18 Uhr sowie jederzeit
nach vorheriger Vereinbarung zu sehen. Geschlossen bleibt die
Ausstellung am 1. Mai und vom 11. bis 12. Mai 2008. Der Eintritt ist
frei. Weitere Informationen gibt es unter Telefon (0 68 48) 7 21 52
sowie im Internet unter www.galerie-monika-beck.de.
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Öffnungszeiten und andere Informationen zur Ausstellung
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