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9. März - 9. April 2008
Claudia
Bäcker-Kirmse
Dialog | area


Geboren in Werdohl, lebt und arbeitet als bildende
Künstlerin in Lüdenscheid, im Sauerland.
Zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen .
Die Künstlerin wird von ihrer Umwelt inspiriert.
Diese Einflüsse verleihen ihren Skulpturen, leichte , manchmal ironisch
gewollte Charaktereigenschaften des Menschen, der den Dialog im
Augenblick des Betrachtens sucht.
Ihre Werke sind aus Beton, handmodelliert .
Je nachdem benutzt sie andere Materialien, wie Eisenstahl ,Marmor oder
Edelstahl
Der Ansatz ist meist fest eingebunden, das Ende intuitiv.
Je mehr sie sich ihrem Inneren nähert , desto mehr, ist das Bedürfnis
vorhanden, dieses „Bild“ als Skulptur zum Ausdruck zu bringen.
Kunst ist für sie relativ und individuell für den Betrachter einsetzbar,
- für den Künstler jedoch EINZIGARTIG !
Eine Betitelung ist jedoch nicht immer verzichtbar , um den Betrachter
einen Wegweiser zu liefern und ihm dorthin zu führen , um ihn an diesen
Moment, diesen Augenblick des Erlebens teilhaben zu lassen…
Ihr Motto :
Der kleine Augenblick, der den Betrachter zurück führt auf ein Werk, das
ihn in irgendeiner Art und Weise anspricht, um es noch näher zu
betrachten – oder in seiner Vorstellung irgendwo hinführt.
So finden sich ihre Ausdrücke auch in der Malerei ( Mischtechnik ) und
Installationen immer wieder.
August 2006 Konzept und Projektleitung Kunst im Bau Forum - Parkhaus
Lüdenscheid
September 2006 Beginn der Ausbildung zur Kunsttherapeutin – Münster
Kunst und Kirche , Installationen , Lüdenscheid
April 2007 Präsentation der ersten Schmuckkollektion Skulptur „Freunde“
und „Gewachsen“
In Zusammenarbeit mit der Goldschmiedin Barbara Niclas, Lüdenscheid
in situ














Bilder in
situ ansehen
Ausstellungen
2002 Private Ausstellung Anja Kowski , Lüdenscheid
2003 Galerie Kalinowski , Lüdenscheid
2004 Kultopia , Hagen
„Nacht der Kirchen „ Kirchengemeinde Lüdenscheid – Oberrahmede
Galerie „MarionsKunstwelt“ Werdohl
Bergisches Freilichtmuseum , Köln-Lindlar
Hauptsparkasse Lüdenscheid
2005 Kultopia, Hagen
„Kunst von Heute, für die Stadt von Morgen „ – Stadt Halver
„Up and down“ Volksbank Lüdenscheid
Herrenhäuser Gärten, Hannover
2006 Art Akzenta, Graz , Österreich
2007 Galerie Böhner, Mannheim
„Kulturpunkt“ Wipperwürth
„Artflora“ , Meinerzhagen
2006 Projekt Kunst im Bau
Konzept und Umsetzung Parkhaus Lüdenscheid
Projektbeteiligung / Installation Kunst und Kirche – Lüdenscheid
Ausbildung zur Kunsttherapeutin
2007 erste Schmuckkollektion
Kunstmeile, Düsseldorf, 21. Oktober 2007
Galerie am Raulf, Düsseldorf 28.Oktober 2007
Galerie Wolfgang Prinz, Düsseldorf Mitte Dezember 2007
„Am schiefen Turm“, Hamm April 2008

Einführungsrede zur Ausstellung
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
ich begrüße Sie recht herzlich zur Eröffnung unserer März-Ausstellungen.
Ganz herzlich begrüßen möchte ich gleich vorab Frau Doris, die sich als
Abgeordnete im Europa-Parlament nicht nur unglaublich verdient gemacht
hat um die Staaten Ex-Jugoslawiens und des Balkans, sondern die auch die
drei Künstler, die wir unter dem Titel „Together! Paving the way to the
European Union“ ausstellen, zusammengeführt hat, und die so freundlich
ist, als Schirmherrin dieser Wanderausstellung zur Verfügung zu stehen.
Im vergangenen Monat ist „Together!“ auf Initiative von Frau Doris Pack
hin mit großem Erfolg im Europa-Parlament in Brüssel gezeigt worden.
Liebe Doris, dafür noch einmal auch von uns, Susanna und mir, aber
sicher auch von den drei Künstlern herzlichen Dank!
Ich denke, Du willst sicherlich selbst etwas über das Zustandekommen
dieses Trios und über die für Dich dabei wichtigen Beweggründe sagen.
… Doris Pack …
Ich möchte Ihnen kurz die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler in
der Reihenfolge vorstellen, in der Sie, meine Damen ihre Arbeiten beim
Durchwandern der Ausstellungen angetroffen haben. Sollten Sie noch nicht
gewandert sein, behalten Sie es für sich! Nehmen Sie sich dann vor, nach
dem offiziellen Teil tapfer durchzugehen, ja? Ich gebe Ihnen dazu die
Aufbauzeiten an die Hand, die diese Athletinnen und Athleten erzielt
haben.
Unser Klaus, unser Pressedeutschschreiber und Verfasser unserer
Pressemitteilungen , von dem ich Ihnen hier schon öfter erzählt habe,
hat mich wieder vorwurfsvoll angeschrieben, warum da jetzt kein
Geburtsdatum in meinen Vorgaben für seinen Text steht? Das wüsste ich
doch, dass er das braucht. Für den Human touch.
„Da kann man sich doch gar kein Bild von dem Menschen machen, wenn man
nur den Arbeiten begegnet! Da weiß man doch gar nicht, ob das nur
halbstarkes Rumkraftgemeiere ist einer 16jährigen, oder ob das ein
Mensch mit Lebenserfahrung ist, der weiß, was er tut! - Hmmh, eitel,
eitel! Lieber Mathias, wenn das so weiter geht, setze ich die regelmäßig
auf das Nulldatum im PC: Geburtsjahr 1900!“
Claudia Bäcker-Kirmse, deren bemalte Betonplastik für diese Ausstellung
unsere Eingangstür bewacht, lebt in Lüdenscheid und ist 1900 geboren.
Ich habe sie nicht nach dem Geburtsjahr gefragt, weil ich vermutete,
dass das in Lüdenscheid alle so tun. Dafür baut sie aber flott auf, und
wenn ich etwas anderes vorschlage, schleppt sie mit der Hilfe von Ilka,
der lieben Freundin von Chris Urbansky, Betonplastiken und Sockel selbst
durch die Galerie, während wir Männer bloß glotzen und wichtig aussehen.
Gemessene 60 Minuten.
Hallo Ilka, Gruß an Dich, eine echte Bank!
Lissy Theissen, deren starkfarbige, offensive Malerei wir im foyer
zeigen, ist in Bonn geboren. Und meine Vermutung, dass das nur die
Lüdenscheider tun, Daten nicht anzuführen, die unser Klaus unbedingt
braucht, ist geplatzt, weil sie auch 1900 geboren ist.
Was aber nicht stimmt, denn unser Klaus wird selbst grimmig investigativ,
wenn man ihn reizt, und er hat beim Nachspüren Lissy Theissens die
Information gefunden, dass Sie 1950 geboren ist, für eine Künstlerin,
die so kraftvoll und dennoch kalkuliert mit der Farbe umgeht, das
perfekte Alter. Dafür baut sie spät auf, aber dafür auch rasend schnell,
und ganz alleine mit Ihrem ebenso netten und Lebenslust versprühenden
Mann. Geschätzte 45 Minuten.
Herr Dr Theissen, ebenfalls noch einmal herzlich begrüßt.
Tomislav Buntak, geboren 1971 in Zagreb in Kroatien hat bisher im Westen
ein paar Beteiligungen an Gruppenausstellungen – und zwar in Wien –
aufzuweisen. In Kroatien ist er ein bekannter Künstler, der bisher auch
Leiter einer öffentlichen städtischen Galerie und eines Kulturzentrums
ist, demnächst aber an die Akademie wechseln wird, nachdem ihm gerade
der erste Lehrvertrag angeboten worden ist. Er wurde – ein hoch
offizieller Vorgang - vom kroatischen Kultusministerium zur Teilnahme an
dieser Ausstellungsreihe „Together!“ ausgewählt.
Er braucht am längsten zum Aufbauen. Vier Bilder in einem halben Tag.
Über den Studenten Henri Dimo aus Albanien werden Sie zB im Internet
noch wenig finden, ein paar Einträge im Zusammenhang mit dieser
Ausstellung, ein paar Listen über Preise und Prüfungen, die er in seinem
laufenden Studium äußerst erfolgreich absolviert hat. Er ist siebzehn
Jahre alt, geboren 1990 – und damit eigentlich zu jung für eine
Ausstellung in einer Galerie, aber auf der anderen Seite ist er jetzt
schon ein viel zu guter Maler, um ihn in der Kinderecke abzustellen.
Deshalb auch ist er für diese Ausstellungsreihe einstimmig von allen
Kunstprofessoren der Akademie in Tirana bestimmt worden.
Da er noch minderjährig ist, begleitet ihn sein liebenswürdiger Vater
Kristo. Er hat nicht aufgebaut, weil die beiden heute erst in Frankfurt
gelandet und dann gleich hierhergekommen sind. Echte Null Minuten.
Ciao, Kristo, siami fedeli di aver voi due qui in casa!
Darko Malenica, geboren 1968 in Novi Sad in Serbien war eigentlich der
Mittelpunkt dieser Ausstellungsidee, und damit sozusagen gesetzt. Zumal
im Moment eine serbische offizielle Unterstützung der Ausstellungsreihe
„Together!“ und eines daran beteiligten serbischen Künstlers arg
unwahrscheinlich wäre. Darko erzählte, dass er die Teilnahme an der
Ausstellungsreihe und vor allem die Ausstellung im Europa-Parlament
daheim lieber verschweigt, und zwar auch aus Furcht vor massiven
Nachteilen.
Für einige von Ihnen aber ist er nach seinen Ausstellungen hier vor zwei
Jahren und der Ausstellung in Luxemburg im vergangenen Jahr ja auch kein
Unbekannter mehr.
Dieses Mal hat er seine liebe Frau Marija mitgebracht, von der ich das
Geburtsjahr nicht verrate, weil ich das in drei Jahren tun werde, wenn
sie selbst hier ausstellen wird, und die ich auch begrüße. Zumal sie
ihrem Mann beim Hängen seiner und Henris Bilder äußerst tatkräftig aus
dem roten Sessel da zugesehen hat. Ihre Arbeitszeit zwei Stunden.
Marija, you know, you are always very wellcome here together with Darko!
– especially now that you exactly know, what it is about the German word
“Memme”, when we are describing each other.
Das Geburtsjahr diskret zu unterschlagen, hätte so eine Sache sein
können, wie irgendwann nur noch den 29. Geburtstag zu feiern, also eine
des Alters und des Alterns. Aber das war es hier dann sicherlich auch
nicht, sonst hätte Erich Schmitt ja angegeben, er sei seit längerem 29
Jahre alt, denn er ist mit bald 74 Jahren wohl der Älteste, geboren 1934
in Kaiserslautern, wenn auch in kleiner Runde ein erdiger, aber lustiger
Kindskopf, da wird mir Frau Schmitt sicher recht geben, gell?
Dafür baut er aber auch flott auf, wenn ihm Frau Schmitt zur Hand geht.
Eineinhalb Stunden in der balcony.
Hallo, Frau Schmitt, wir grüßen Sie!
Chris Urbansky ist ein Weihnachtskind. Das ist ihm wichtig, denn er
schreibt nicht bloß das Geburtsjahr 1960 in seine Biographie, sondern
auch Monat und Tag, und zwar in Hagen. Was bemerkenswert sein könnte,
wenn das etwas mit Lüdenscheid zu tun hätte. Wie der Weihnachtsmann, so
scheint auch er zu arbeiten, weil ich nicht mitbekommen habe, wie
schnell er war. Er brauchte in der lounge länger als Lissy Theissen,
aber weniger als Tomislav.
Dass er darüber hinaus äußerst hilfsbereit ist, habe ich vorhin
angemerkt. Dann hilft er nämlich großzügig aus und lässt seine Ilka
schleppen.
Wie meistens spricht auch eine Expertin über eine Ausstellung, heute ist
es wieder Verena Paul, die ich auch und stets gerne begrüße, und der ich
nun gezwungenermaßen und gemäß Absprache das Podium überlasse, damit sie
Ihnen und uns etwas über Erich Schmitt und seine Kaleidografien erzählt.
… Verena Paul …
Claudia Bäcker-Kirmse
Im Schaffen von Claudia spielt der Dialog mit der Umwelt und der Kontakt
zur unmittelbaren Umgebung in jedweder Form eine zentrale Rolle.
"Dialog" heißt daher auch der Titel unserer Ausstellung, die eine kleine
Auswahl ihrer Betonarbeiten präsentiert. Von Hand aus Beton modelliert,
unter Hinzufügen anderen Materials gefertigt, sollen diese stets auch
Charakterspiegelbilder der mit ihnen in Dialog tretenden Betrachter
sein. Gleichzeitig sind die Arbeiten Begleiter und Abbilder jenes, wie
sie selbst sagt, "kleinen Augenblicks, der den Betrachter zurück führt
auf ein Werk, das ihn in irgendeiner Art und Weise anspricht, um es noch
näher zu betrachten - oder in seiner Vorstellung irgendwo hinführt".
Insofern nehmen ihre Plastiken die Funktion von Wegweisern ein, die über
ihren formalen Mittelpunkt hinaus eine offene, auf individuelle
Intuition beruhende Richtungsänderung einräumen. "Jeder hat", wie
Claudia Bäcker-Kirmse es darlegt, "seine eigene Melodie oder ‚Gedanken‘
– Gedanken kreiseln, bewegen sich in unseren Köpfen, aber einer
überwiegt immer, es ist der Gedanke , der uns vordergründig erscheint, …
der uns nicht loslässt - bis zur Er-Lösung …". Dieses betonen des
formalen Mittelpunktes und die Möglichkeit zu Zierrat und
Richtungsänderung sei am Beispiel der kleinen Melody-Arbeit hier vorne
an der Couch illustriert.
Lissy Theissen
Ihre Leidenschaft gehört dem kolorierten Licht, ihre künstlerisches
Augenmerk dabei dem Transformieren "von Geträumtem, Gespürtem, Gefragtem
in Farben und Formen, die immer als Metapher zu sehen sind". Vor diesem
Hintergrund begreift sie ihr experimentell beeinflusstes Werk als
Mittel, um Eindrücken und Gedanken - sprich: dem Inneren - Gestalt -
sprich: ein Äußeres – zu verleihen. "Bei diesem spirituellen Akt",
beschreibt Lissy Theissen selbst den damit verbundenen Werkprozess, "hat
die Ratio zu schweigen, unser logisch-konvergentes Denken, und muss dem
bildhaften, symbolträchtigen archaischen Wissen, das wir alle in uns
tragen, weichen." Ihre kraftvollen Arbeiten bezeichnet sie demnach
folgerichtig als "Erlebnislandschaften", in denen sich aus einem
universellen Kontext heraus erfasste Motive und deren ans Meditative
grenzende Übertragung zu "Konjugationen der Sehnsucht" verdichten. Eine
besondere Bedeutung kommt dabei den Titeln ihrer Arbeiten zu, die dem
Betrachter gleichsam als Schlüssel zu ihrer Malerei dienen: zu einer
Malerei, in denen stets auch die Frage gestellt wird, inwieweit Kunst
die Gesellschaft prägt – und wie sie den einzelnen Menschen verändern
kann.
Chris Urbansky
In seinem Werk bilden "der Raum" und "das Ich" zentrale Pole. Dabei
entsteht die Formung einer Persönlichkeit aus der Begrenztheit von
Erfahrungen und erlebten Verwirrungen. Wie dauerhaft aber ist dieses
"Ich" - und wie dauerhaft soll, darf, kann es überhaupt sein? Diesen
Fragen sollen Sie nachher in der Ausstellung "ichvomich" selbst
nachgehen. Chris eröffnet dabei hinter Pigmentoberflächen und formalen
Ebenen eine zweite, aus der unmittelbaren Wahrnehmung heraus entstehende
Wirklichkeit. Auf diese Weise begegnen sich im Farbraum seiner
handwerklich bestechend gemalten Arbeiten das "Ich" - oder besser
gesagt: "die Ichs" - des Künstlers und Ihre Ichs, die von Betrachtern,
erweitern sich Chris Urbanskys Bilder somit zu temporär bezogenen
Seelenspiegeln.
„Together! Paving the way to the European Union“, wobei wir im Titel für
die Ausstellung hier den politischen Impetus weggelassen haben. Und
reicht es privat.
Seit jeher nimmt der Balkan eine Sonderstellung zwischen Ost und West,
Nord und Süd ein. Unter diesem Titel "TOGETHER" – auf deutsch:
"Zusammen" – begegnen Ihnen nun mit dem Serben Darko Malenica, dem
Albaner Henri Dimo und dem Kroaten Tomislav Buntak bei uns drei Maler,
die ihre Herkunft eint und zugleich trennt.
Wenige Wochen nachdem diese außergewöhnliche Gemeinschaftsausstellung im
Brüsseler Europa-Parlament erstmals gezeigt wurde, eröffnen sich uns
hier ungewöhnliche Begegnungen mit unterschiedlichen Positionen der
zeitgenössischen, von Aufbruch und Umbruch geprägten Kunst
Südosteuropas.
Das Bemerkenswerte daran ist, dass alle drei Maler – ungeachtet ihrer
Herkunft – nicht nur eine persönliche Geschichte haben, die sie in ihren
Bildern thematisieren, sondern auch Träger, Formulierer und Bewahrer des
kollektiven Gedächtnisses ihrer Völker sind. Insofern offenbart sich
hinter jedem ihrer Bilder auch eine politisch-historische Aussage – ein
Kunst gewordenes Manifest.
So wirken die großformatigen Bilder von Tomislav Buntak wie idyllische
Sittengemälde der Renaissance, auf denen Menschen – in einer seltsamen
Friedfertigkeit befangen – gleichsam im Raum aufgestellt erscheinen.
Nähert man sich jedoch diesen Bildern, bemerkt man, dass jene Menschen
von Toten umringt sind, von Gefolterten und Massakrierten. Seine
Titelgebung, das Beschwören von Heiligen und Glaubensdingen, soll
eigentlich den Anklang an die Renaissance verstärken, während es
gleichzeitig in die Irre führen könnte. Tomislav ist ein intellektueller
Maler. So einer darf das.
Hell und Dunkel, Licht und Schattenwelt prägen auch die Arbeiten Henri
Dimos. Henri malt Geschichten von Monstern, die die Welt zerstören, aber
auch Bilder, die von der Leichtigkeit des Malens handeln.
Viel lässt sich über seine Arbeit noch nicht sagen, vieles noch geprägt
vom Ausprobieren von Positionen, Themen, Stellungnahme dazu. Ganz
altersgemäß. Was sich aber sagen lässt, ist, das Henri Dimo ein ganz
großer werden kann.
Darko Malenica kennen Sie, wie gesagt schon, und er ist – bezogen auf
sein Alter und auf Serbien – schon ein Großer. Seine metaphysisch
bestimmten Traumwelten behandeln die "serbische Dramatik" in Form
prägnanter, in altmeisterlicher Lasurtechnik gefertigter Gemälde.
Bewusst an die großen Utopien der Moderne erinnernd, erzählen Malenicas
Bilder einerseits von wundersam anmutenden Reisen durch die menschliche
Seele - um andererseits als "philosophische Momentaufnahmen" konkrete
Fragen nach dem Wesenszustand Europas zu stellen.
Vereint und doch nicht eins, von einem Leitgedanken inspiriert und doch
höchst individuell, drückt sich in den Bildwelten Darko Malenicas, Henri
Dimos und Tomislav Buntaks somit das innere Wesen des Balkans aus.
Ich darf mich einmal selbst zitieren, weil ich mich in unserer
Pressemitteilung von unserem Klaus zitiert finde, allerdings war mein
Originalsatz ganz und gar gedämpft und pessimistisch gestimmt. Ich finde
aber die Auffassung von unserem Klaus viel besser als meine frühere, und
zitiere aus unserer Pressemitteilung zur Ausstellung „Together!“ ein
Zitat, das keines ist.
"Allen drei Künstlern gleich", so Ausstellungskurator Mathias Beck, "ist
ihr Drang nach Veränderung nicht zuletzt der politisch-historischen
Situation. Und dabei müssen wir sie unterstützen".
Diese fünf Ausstellungen inhaltlich zusammenhaltend taugt, denke ich,
das von uns vorgestellte Metathema:
Strategien der Bewältigung von Kraft und / oder von Ohnmacht | zB Sehen
als Macht, ähnlich der Heisenberg'schen Unschärferelation.
Ich möchte Ihnen jetzt Gelegenheit geben, auch diesen jetzt nur
angezeigten Aspekt im Begehen der Ausstellungsräume und Betrachten der
Kunstwerke in Augenschein zu nehmen.
Den ewig 29jährigen empfehle ich dazu dringend Stärkung, zB mit einem
Glas Wein, gell, Frau Schmitt!
Mathias Beck
„Dialog“
…ist die einzige Form zu lernen
Sie besteht in der Begegnung jeglicher Art – Augenkontakt, Sprache ,
Hautkontakt , Hören …., also sämtlicher Sinnesorgane .
Dialog im Kontext zur virtuellen Welt, wie Computer, Handy , Medien….—
Wir schauen uns nicht immer oder vielleicht demnächst immer weniger ins
natürliche
Gesicht , in die Augen…
Begegnet sind mir schon viele Personen, Menschen, mit oder ohne
Behinderung, Menschen wie Du und ich , aber auch Menschen, die auf der
Straße leben und immer hinterließ jeder einen Endruck , mal mehr , mal
weniger, bei mir .
Ich kann aber von mir behaupten, das ich von jedem einen neuen Aspekt
hinzu bekam, über den ein oder anderen Aspekt, habe ich nachgedacht und
wirken lassen, so entstand zum Beispiel die Skulptur „MyMelody“ – jeder
hat seine eigene Melodie oder „Gedanken „ – Gedanken kreiseln , bewegen
sich in unseren Köpfen, aaaber EINER überwiegt immer, es ist der Gedanke
, der uns vordergründig erscheint, den wir – der uns nicht loslässt –
bis zur
ER – LÖSUNG .. oder Freunde , die ich als Hommage gestaltet habe und die
man nun auch als Schmuck ( Kette /Ring/ Anhänger) bei sich tragen kann
..
Claudia Bäcker-Kirmse

Dialog
Zwei
Reden miteinander
Nicht aneinander
Vorbei
Zugewandt
Offene Ohren
Offene Augen
Offene Herzen
Argumente
betrachten
begreifen
bedenken
Gegenargumente
Entwickeln
Entdecken
Entfalten
Gedanken
Einbauen oder verwerfen
Erweitern oder abgrenzen
Ernstnehmen jedenfalls
Zwei
Reden miteinander
Nicht aneinander
Vorbei
Benedikta Buddeberg

Abbildungen
Claudia Bäcker-Kirmse ansehen
Opening Reception am 8.3.2008













Bilder der
Opening Reception am 8.3.2008 ansehen | Fotos Nikola Dimitrov
Weitere
Bilder der Opening Reception am 8.3.2008 ansehen | Fotos Nikola Dimitrov
Weitere
Bilder der Opening Reception am 8.3.2008 ansehen | Fotos Nikola Dimitrov
Weitere Bilder
der Opening Reception am 8.3.2008 ansehen
Bilder der
Webcam von der Opening Reception am 8.3.2008 ansehen
Ausstellungsaufbau am 8.3.2008


Bilder vom Ausstellungsaufbau am
8.3.2008 ansehen
Bilder
der Webcam vom
Ausstellungsaufbau am 6., 7., 8.3.2008 ansehen
Ausstellungsaufbauabendessen am 7.3.2008


Bilder vom Ausstellungsaufbauabendessen am 7.3.2008 ansehen
Weitere Bilder vom Ausstellungsaufbauabendessen am 7.3.2008 ansehen
| Fotos Nikola Dimitrov
Weitere Bilder vom Ausstellungsaufbauabendessen am 7.3.2008 ansehen
| Fotos Nikola Dimitrov
Weitere Bilder vom Ausstellungsaufbauabendessen am 7.3.2008 ansehen
| Fotos Nikola Dimitrov
Ausstellungsaufbau am 7.3.2008









Bilder vom
Ausstellungsaufbau am 7.3.2008 ansehen
Bilder der Webcam
vom Ausstellungsaufbau am 7.3.2008 ansehen
Information für die Medien
Claudia Bäcker-Kirmse – "Dialog"
9. März bis 9. April 2008, galerie m beck, Homburg-Schwarzenacker
Im Schaffen von Claudia Bäcker-Kirmse spielt der Dialog mit der
Umwelt und der Kontakt zu ihr in jedweder Form eine zentrale Rolle.
"Dialog" heißt daher konsequenterweise auch der Titel jener Ausstellung,
mit der die galerie m beck eine Auswahl ihrer Skulpturen präsentiert.
Von Hand aus Beton modelliert oder aus Eisenstahl, Marmor oder Edelstahl
gefertigt, sollen diese stets auch Charakterspiegelbilder der mit ihnen
in Dialog tretenden Betrachter sein. Gleichzeitig sind die Arbeiten der
in Werdohl geborenen, heute in Lüdenscheid lebenden Künstlerin Begleiter
und Abbilder jenes, wie sie selbst sagt, "kleinen Augenblicks, der den
Betrachter zurück führt auf ein Werk, das ihn in irgendeiner Art und
Weise anspricht, um es noch näher zu betrachten - oder in seiner
Vorstellung irgendwo hinführt". Insofern nehmen ihre Skulpturen - ebenso
wie ihre Gemälde und Installationen - die Funktion von Wegweisern ein,
die über ihren formalen Mittelpunkt hinaus eine offene, auf individuelle
Intuition beruhende Richtungsänderung einräumen. "Jeder hat", wie
Claudia Bäcker-Kirmse es darlegt, "seine eigene Melodie oder ‚Gedanken‘
– Gedanken kreiseln, bewegen sich in unseren Köpfen, aber einer
überwiegt immer, es ist der Gedanke , der uns vordergründig erscheint, …
der uns nicht loslässt - bis zur Er-Lösung …".
Die Ausstellung "Claudia Bäcker-Kirmse | Dialog" ist vom 9. März bis 9.
April 2008 in der galerie m beck, Historischer Schwedenhof (am
Römermuseum), Homburg-Schwarzenacker, jeweils mittwochs bis freitags von
16 bis 20 Uhr, sonntags und feiertags von 16 bis 18 Uhr sowie jederzeit
nach vorheriger Vereinbarung zu sehen. Der Eintritt ist frei. Weitere
Informationen gibt es unter Telefon (0 68 48) 7 21 52 sowie im Internet
unter www.galerie-monika-beck.de.

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Öffnungszeiten und andere Informationen zur Ausstellung
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