galerie m beck
comebeck ltd .ca | Deutsche Niederlassung
Schwedenhof | Am Roemermuseum | 66424 Homburg/Saar | Germany
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9. September - 10. Oktober 2007

 

 Werner Bärmann 

Steine

 

 

    

 

in situ

         

         

         

    

 

         

         

 

         

         

 

         

         

 

         

                   

    

 

         

         

    

 

         

         

         

         

 

         

         

                   

                   

 

         

 

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Einführungsrede zur Ausstellung

Werner Bärmann

Bildhauer sind diejenigen, die in der Regel am längsten an einer Sache arbeiten (müssen), und ich denke, dass Steine daher – ungleich mehr als jedes andere künstlerische Material – in der Bearbeitung einen eigenen Charakter erlangen. Charakter nicht als stoffliche Eigenschaft des Anschauens, sondern Charakter, wie wir ihn Menschen auch zuschreiben, also Temperament.
In seinen Skulpturen lotet Werner Bärmann die Wechselbeziehung aus zwischen der Form, die der Stein potentiell in sich trägt und die er suchen und finden könnte, und der Zeichnung, die der Stein auf Grund der Metalleinschlüsse aufweist.
Wir haben uns in der Auswahl auf die Steine konzentriert, die in ihrer musikalischen Figürlichkeit ein bißchen an Art Deko wie auch in ihrer Erscheinung an den Orphismus, die lyrische Abstraktion erinnern.
Tatsächlich finde ich den musikalisch rhythmischen Aspekt an Bärmanns Steinen bemerkenswert, wie zB stets das Kontrapunktische zu seinen Mitteln gehört.


Sarah Abeler-Thermann

Aus dem Spannungsfeld von "Zusammenballen und Auflösen" entstehen die ungewöhnlichen Computergrafiken von Sarah Abeler-Thermann.
Ungewöhnlich sind diese heute deshalb, weil sich die Computergrafik eigentlich weiterentwickelt wähnt. So wie beim Video haben mittlerweile die meisten gelernt, wie man die 120 Knöpfchen bei der Bearbeitung drücken muss. Nicht unbedingt zum Nutzen der Video- und auch nicht der Computergrafik.
Sarah Abeler-Thermann setzt dort an, wo eigentlich die Computergrafik begann, und erarbeitet meines Erachtens ungeheuer auskomponierte, nicht strenge, aber strikte grafische Arbeiten.
Dabei gelingt es der 1972 in München geborenen Künstlerin, Bildwelten der klassischen Moderne mittels digitaler Werkzeuge in die Postmoderne weiterzuführen. Indem sie – scheinbar – vertraute Stilfragmente aufgreift und mittels digitaler Werkzeuge um neue Ebenen erweitert, führt sie den traditionellen Bildkanon der Kunstwelt mit der binär geprägte Ästhetik des 21. Jahrhunderts zusammen, um ihn dadurch gleichzeitig aufzulösen.
Für diese Ausstellung wurden 32 Motive, jedes in einer Auflage von 5 Exemplaren, auf Polypropylen geprintet.


Christiane Middendorf

"Mach dir ein Bild vom Bild und du verstehst Kunst!", lautet das Credo von Christiane Middendorf, deren Leitmotiv sich auch in ihrer "Ambivalenz" betitelten Ausstellungssequenz offenbart . Dabei schafft es die 1961 in Essen geborene Künstlerin, in ihre Bilder Expression, Ausdruck förmlich einzulagern, ja einzuarbeiten.
Das höchste Spannungsmoment jedoch tritt erst mit dem Einfall des Lichts ein, das sich durch die Farbschichten drängt und für ein immer wieder neues Betrachtungserlebnis sorgt. "Meine Bilder", sagt sie selbst, "können den Betrachter unvermutet treffen und ihn überraschen. Es hängt davon ab, ob er sich ein Bild vom Bild machen möchte." Bei all dem bekennt sich Christiane Middendorf mit Nachdruck "zur Kunst der Abstraktion, denn die Leinwand sowie die von mir vorwiegend verwendeten Acrylfarben bieten einen Gestaltungsraum für alle subjektiven Ausdrucksformen."
Die Verwendung des Begriffs Abstraktion erscheint bemerkenswert.
Während die gegenstandslose Malerei (Kandinskys berühmtes Aquarell von 1907 gilt als erstes solches Bild) nur Probleme der Malerei behandelt, also die Fragen, wie man Farbe in der Fläche organisiert, um ästhetische Ergebnisse zu zeitigen, verliert die Abstrakte Malerei nicht die Wirklichkeit der realen Dinge aus den Augen. Sie hängt an der Wirklichkeit, und versucht diese zu befragen.
Ein Hinweis ist hier auch die Titelgebung, die Middendorf auf ganze Serien anwendet. Und so ist der Titel der Ausstellung „Ambivalenz“ gleichermaßen Bezug auf die dramatische Malweise, die in den Bildern oft den letzten Augenblick vor einer Explosion der Farben konserviert, wie auch Bezug auf die selbst gewählte Aufgabe der Künstlerin, die Löcher in der Wirklichkeit zu suchen oder zu erfinden. Da, wo alle Erscheinung stets und unmittelbar mit ihrem Gegensatz konkurriert.


Uwe Loebens

Obwohl nur sehr wenige Menschen Elisabeth von Lothringen (1395 – 1456), die spätere Gräfin zu Nassau- Saarbrücken, kennen, ist sie aus der Literaturgeschichte Mitteleuropas nicht wegzudenken: Immerhin gilt die faszinierende "Grenzgängerin zwischen den Kulturen", die ihre letzte Ruhe in der Stiftskirche Sankt Arnual fand, als erste deutsche Unterhaltungsschriftstellerin.
Unter den Versepen, die sie aus dem Französischen übertrug – und damit dem deutschen Prosaroman den Weg ebnete – war auch jener Epos "Sibille", der nun fast sechs Jahrhunderte später von Yvonne Rech, die ich hier ebenfalls herzlich begrüßen möchte, neu und frei ins Deutsche übertragen und im Rahmen des "Kulturhauptstadtjahres 2007" erstmalig in den Sprachen der Großregion aufgelegt wurde. Illustriert hat das ungewöhnliche "Buch von König Karl und seiner Frau Sibille, die wegen eines Zwerges verjagt wurde", der 1958 in Saarbrücken geborene Maler und Grafiker Uwe Loebens.
Nachdem das Werk anlässlich der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse im Mai erstmals vorgestellt worden war, sind nun die "Sibille"-Aquarelle von Uwe Loebens hier im Original zu sehen. Rund 40 Arbeiten laden dabei nicht nur zu allerlei Begegnungen mit den spannenden Facetten eines großen mittelalterlichen Romans ein, sondern vermitteln zugleich Loebens‘ Meisterschaft im intuitiven Übertragen literarischer Welten, und unterstreichen meines Erachtens – trotz der einschränkenden Zwänge, die eine Aufgabe zur Illustration zB im Strich hervorrufen, dass Uwe Loebens zu den wichtigsten Zeichnern und Grafikern des Saarlandes zählt. Meiner Meinung gibt es gar keinen besseren.

Wolfgang Bogler

Wolfgang Bogler ist 42 Jahre alt und war schon als 18jähriger als Musiker und mit eigenem Instrumentengeschäft selbständig, war Endorser für Wersi-Orgeln und hat in seiner Zeit knapp 15 Platten bespielt.
Im vergangenen Jahr hat er eine neue CD eingespielt, Music for Lovers and Friends, und da er bisher die Klappe halten musste, wenn er an seinem Instrument saß und für uns spielte, soll er heute ein paar der Titel singen, bevor er nachher wieder dem armen Schicksal der Musiker in solchen Situationen anheimfällt, nämlich für uns ein schönes musikalisches Grundrauschen herzustellen.

Mathias Beck

 

    

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Abbildungen Werner Bärmann ansehen

 

Katalog

          

         

         

    

 

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Atelierbesuch am 25.9.2006

              

         

         

         

         

         

         

         

    

 

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Opening Reception am 8.9.2007

         

         

         

         

         

 

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Weitere Bilder der Opening Reception am 8.9.2007 ansehen | Fotos Nikola Dimitrov

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Bilder der Opening Reception am 8.9.2007 ansehen | Bilder Hans Peter Mürz

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Aufbau der Ausstellung am 7.9.2007

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

 

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Information für die Medien
"Kann Kunst denken?"
Eine Parallelausstellung mit Werken von Werner Bärmann, Sarah Abeler-Thermann, Christiane Middendorf und Corinne Medina-Saludo
9. September bis 10. Oktober 2007, galerie m beck, Homburg-Schwarzenacker

Ist die Kunst ein denkender, von der jeweiligen Gesellschaft abhängiger Organismus? Inwiefern vermittelt sich ein Kunstwerk aus sich selbst heraus – und wie wichtig ist demnach dessen formale Erklärung? Mit diesen Fragen beschäftigen sich vom 9. September an vier unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler in der galerie m beck.

Können Steine denken oder fühlen? Gleichen sie Charakteren, die durch die Hand und die Gedanken des Bildhauers eine eigene Persönlichkeit entwickeln? In seinen Skulpturen lotet Werner Bärmann die Wechselbeziehung zwischen seinem bevorzugten Werkmaterial und der Schaffenskraft des Künstlers aus. Vor diesem Hintergrund gleichen die nun in Homburg-Schwarzenacker gezeigten "Steine" Form gewordenen Polaritätszuständen, in denen sich zum einen deren besonderes Wesen, zum anderen aber hinter der Oberfläche stets auch die Geisteswelt und der schöpferische Impetus des in Contwig geborenen, heute in Riegelsberg lebenden Bildhauers offenbart. So tritt der Betrachter in eine Art Dialog, der über das Äußere hinaus Bärmanns Skulpturen als Werke erahnen lässt, in denen der rohe Stein das fertige Werk definiert.

Aus dem Spannungsfeld von "Zusammenballen und Auflösen" hingegen entstehen die ungewöhnlichen Computergrafiken von Sarah Abeler-Thermann. Dabei gelingt es der 1972 in München geborenen Künstlerin, Bildwelten der klassischen Moderne mittels digitaler Werkzeuge in die Postmoderne weiterzuführen. Indem sie – scheinbar – vertraute Stilfragmente aufgreift und mittels digitaler Werkzeuge um neue Ebenen erweitert, führt sie den traditionellen Bildkanon der Kunstwelt mit der binär geprägte Ästhetik des 21. Jahrhunderts zusammen, um ihn dadurch gleichzeitig aufzulösen. Dass Sarah Abeler-Thermann den rechnergestützten Werkprozess nicht verleugnet, sondern ihre Computergrafiken konsequent Bildpunkt für Bildpunkt aufbaut, lässt ihre nun erstmals im Saarland gezeigten Arbeiten gewissermaßen als individuelles Bekenntnis zur Kunst eines "binären Impressionismus" erscheinen.

"Mach dir ein Bild vom Bild und du verstehst Kunst!", lautet das Credo von Christiane Middendorf, deren Leitmotiv sich auch in ihrer "Ambivalenz" betitelten Ausstellungssequenz offenbart . Dabei schafft es die 1961 in Essen geborene Künstlerin, in ihre Bilder Expression förmlich einzulagern, ja mehr noch, sie durch Dynamik und Gestik einzuarbeiten. So wird, wie Middendorf es schildert, die Stärke ihrer Acrylbilder vorrangig durch die größtenteils kräftige Farbgebung erzeugt. Das höchste Spannungsmoment jedoch tritt erst mit dem Einfall des Lichts ein, das sich durch die Farbschichten drängt und für ein immer wieder neues Betrachtungserlebnis sorgt. "Meine Bilder", sagt sie selbst, "können den Betrachter unvermutet treffen und ihn überraschen. Es hängt davon ab, ob er sich ein Bild vom Bild machen möchte." Bei all dem bekennt sich Christiane Middendorf mit Nachdruck "zur Kunst der Abstraktion, denn die Leinwand sowie die von mir vorwiegend verwendeten Acrylfarben bieten einen Gestaltungsraum für alle subjektiven Ausdrucksformen."

Der "Figuration Kinestésique" – mit anderen Worten der "Kinetischen Gestaltung" – hat sich die aus Poitiers stammende Künstlerin Corinne Medina-Saludo verschrieben. Dabei begreift die renommierte, mehrfach ausgezeichnete Malerin die Figürlichkeit in ihrer Arbeit weniger als Form in Bewegung, sondern vielmehr selbst als Bewegung. Dementsprechend prägt das Prinzip der "Körper-Syntax" ihre schwebenden, an die Tradition der großen französischen Kunst der Moderne anknüpfenden Werke. Als Ausdruck einer an Musik erinnernden Formensprache gelingt es Medina-Saludo dadurch, Raum und Bewegung als intuitives Erlebnis und rhythmische Erfahrung der eigenen Wahrnehmung zu erschließen. Corinne Medina-Saludos Ausstellung "Figuration Kinestésique" steht unter der Schirmherrschaft von Monsieur Jean-Georges Mandon, Generalkonsul der Republik Frankreich im Saarland.

Die zeitgleich präsentierten Ausstellungssequenzen "Werner Bärmann | Steine", "Sarah Abeler-Thermann | Zusammenballen und Auflösen", "Christiane Middendorf | Ambivalenz" und "Corinne Medina-Saludo | "Figuration Kinestésique"" sind vom 9. September bis einschließlich 10. Oktober 2007 in der galerie m beck, Historischer Schwedenhof (am Römermuseum), Homburg-Schwarzenacker, jeweils mittwochs bis freitags von 16 bis 20 Uhr, sonntags und feiertags von 16 bis 18 Uhr sowie jederzeit nach vorheriger Vereinbarung zu sehen. Geschlossen bleibt die Ausstellung am 3. Oktober. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es unter Telefon (0 68 48) 7 21 52 sowie im Internet unter www.galerie-monika-beck.de.

 

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Öffnungszeiten und andere Informationen zur Ausstellung