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21. Mai - 28. Juni 2006

 

 Anne-Marie Cutolo | Fabien Claude 

Le combat des mots | Künstlerbücher

 

 

in situ

         

         

         

 

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Einführung in die Ausstellung

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

die Zusammenstellung ausgerechnet dieser 4 Ausstellungen, ist in unseren Pressetexten zu den Ausstellungen – als „Dialog der Kulturen“ aufgeführt. Das ist aber sozusagen eine Notlüge, wenn auch im Zusammenhang der Ausstellungen trotzdem wahrscheinlich.

Schließlich entstammt die ausstellende Künstlerin Anne-Marie Cutolo dem sizilianischen Süden, Fabien Claude kommt ursprünglich aus Polen, beide sind 1960 geboren und später in Lothringen aufeinander getroffen und dort ein Künstler- und Lebenspaar geworden. Fabien ist heute im Übrigen entschuldigt. Er vertritt das Künstlerpaar Cutolo-Claude auf der Kunstmesse in Le Mans.
In Polen liegen durch die Großeltern auch die Wurzeln von Martial Wlazlak, der 1957 geboren ist und den Künstlernamen „Wlaz“ trägt. Er lebte bisher ebenfalls in Lothringen, ist kürzlich aber ganz nach Südfrankreich umgesiedelt.
Lionel Jager ist dafür 1972 in Paris geboren, sagt aber, er kommt aus der Bretagne, weil er dort Kindheit und Jugend verbrachte, und unterhält sein Atelier in Versailles, ganz in der Nähe der Schlossanlage, wo wir ihn im April besucht haben.
Und Sabhan Adam ist 1972 geboren, stammt aus Syrien und lebt dort seit knapp anderthalb Jahren wieder. Er kommt im Moment nicht aus dem Land heraus.

Tatsächlich aber war unsere ursprüngliche Absicht vor zwei Jahren, in diesem Ausstellungsmonat aktuelle in Frankreich entstandene Kunst zu zeigen.
Wlaz (damals Lothringen) war mit seinen „Femmes“ gesetzt, weil diese Gesichter uns unglaublich eindringlich berührten.
Sabhan (damals in Paris lebend) folgte zum gleichen Zeitpunkt als Gegenpol dazu.
Dann stellten sich Anne-Marie Cutolo und Fabien Claude (auch aus Lothringen) sowohl mit den Künstlerbüchern als auch mit ihrer Malerei bei uns vor, wobei wir uns dann für die Künstlerbücher entschieden haben, da Fabiens Malerei in der Nähe der von Sabhan Adam liegt.
Beide werden auch von derselben Galerie „idées d’artistes“ in Paris nähe Feaubourg vertreten. Zum Schluss erhielten wir einen Hinweis auf den Versailler Künstler Lionel Jager.
4 französische Ausstellungen mit 1 Künstlerin und 4 Künstlern.

Plötzlich war im März 2005 der Kontakt zu Sabhan Adam komplett abgerissen. eMails kamen als unzustellbar zurück und auch Briefpost. Adam war verschwunden.
Im Internet entdeckten wir dann knapp sechs Wochen später den Hinweis auf eine Ausstellung Sabhan Adams in Paris in der oben angesprochenen Galerie „idées d’artistes“ von Dominique Poulard-Hadouin, die ich als letzten Versuch im Juni letzten Jahres anschrieb.
Adam war zurück nach Syrien gegangen und hielt mit ihr per Post Kontakt. Im Oktober besuchte sie uns dann hier und wir vereinbarten alle Details der Ausstellung.
Im Übrigen treffen sich die beiden regelmäßig zwei Mal im Jahr in Beirut im Libanon, wo er problemlos hin kommt. Sie bringt die Abrechnung und das Geld, er bringt neue Arbeiten.

Damit war aber natürlich das alte Konzept futsch. Ein in Syrien malender Maler malt keine französischen Bilder.

Anne-Marie vermutete inzwischen, es gehe uns um die Gegenüberstellung von Mann und Frau – als Sujet in der Kunst. Auch ein Ansatz, denn Fabien Claude thematisiert in seinen Bildwerken so etwas wie die „geschundene“ Kreatur (männlich), die aber durch seine Art der altmeisterlichen Malweise ihre Würde zurückbehält, nicht aufgibt, während Anne-Marie durchaus Gedankenlandschafen und Tektonik dagegensetzt.

Von Lionel Jager haben wir zuerst Arbeiten gesehen, in denen der Mensch in der Großstadt thematisiert wird. Wir haben uns dann aber für die Arbeiten entschieden, in denen gar keine menschliche Figur aufscheint, sondern nur noch die Stadt und die Architektur als Landschaft und Zeugnis des Menschen sichtbar ist.

Tatsächlich ist unsere inhaltliche Klammer das Bild vom Menschen und der condition humaine geworden. Auch dort, wo er nicht auftaucht, aber besprochen wird, so auch in den Bildern Lionels als auch in den Texten Fabiens in den Büchern.
Das ist aber kein gutes Marketing. Deshalb hat sich der Autor unserer Mitteilungen in Pressesprech den Dialog ausgedacht. Und alle alle haben recht.


Sabhan Adam

Der Autodidakt Sabhan Adam gehört zu den derzeit interessantesten jungen in Frankreich und der arabischen Welt gehandelten Künstlern.
Nachdem er sich zuvor eingehend der Philosophie, Poesie und Literatur gewidmet hatte, wandte er sich mit 17 Jahren schließlich der Malerei zu. 1994 präsentierte er seine Bilder erstmals in einer Einzelausstellung im Goethe-Institut von Damaskus und machte sich danach rasch einen Namen als eigenwilliger Grenzgänger zwischen Abendland und Morgenland.
Ausdrucksstark, kraftvoll und nicht zuletzt durch ihre archaisch akzentuierten Farb- und Linearflächen bewusst an mythologische Sequenzen erinnernd, gleichen seine auf Papier und Leinwand gebannten Portraits bei all dem grotesken Spiegelbildern einer zunehmend globaleren und gleichzeitig mehr denn je um kulturelle Identität bemühten Gesellschaft (der syrischen – aber auch jedweder anderen).

Anne Marie Cutolo | Fabien Claude

"In Worten sind selbst Steine nicht mehr als übertragenes Licht", beschreibt Fabien ebenso knapp wie präzise die Macht der Sprache. Unter dem Titel "Le combat des mots" ("Der Kampf der Worte") zeigen wir Ihnen zwanzig gemeinsam geschaffener Künstlerbücher.
"Das Künstlerbuch, wie ich es sehe", so der 1960 geborene Claude, "das heißt in der Art, wie ich es schreiben kann, ist kein Dialog, sondern ein Fluchtpunkt".
Als Ergebnis dieses ebenso offenen wie offensiven Werkansatzes scheint sich im Wechselspiel seiner Textvorlagen und der einzelnen, in die Bücher gemalten Unikate von Anne-Marie Cutolo gleichsam die ganze schöpferische Kraft zweier – zumindest auf den ersten Blick – unvereinbarer Positionen zu verdichten.
Bei all dem bildet die an abstrahierte Gedankenlandschaften erinnernde Bildsprache Cutolos nicht nur farbfeldbetonte Gegengewichte zu den Sprachmysterien Fabien Claudes, sondern eröffnet zugleich den Zugang zu den Spuren einer kollektiven, wenngleich erst im Entstehen begriffenen Erinnerung.
Nicht ohne Grund verweisen beide darauf, dass in ihrem spannenden Gemeinschaftsprojekt die Abwesenheit des Realen das einzig Reale darstellt, sich aber gerade dadurch die von ihnen als Leitgedanke aufgegriffene "Heftigkeit einer im Kampf der Worte aufgeblähten Welt" erahnen lässt.

Lionel Jager
Ein – zumindest auf den ersten Blick – ganz anderes Weltbild lässt sich in den Arbeiten Lionel Jagers ergründen. So setzt er in seinen mit Ölfarben auf Leinwand sowie in Mischtechnik auf Papier gemalten Bildern bewusst den Raum zwischen den Farbschichten als Gestaltungselement ein, um dadurch – formal und konzeptionell – aus fantastisch anmutenden Landschaften heraus imaginäre und zugleich reale Wesenszustände zu erschaffen.
Zwischen Kolorierungen, die den Betrachter einerseits anziehen, andererseits nach ihm zu greifen scheinen, entwickelt sich hierbei eine spürbar intensive Begegnung mit Jagers Motiven, die sich dadurch nach und nach als faszinierende Seelenlandschaften offenbaren. Meer, Dunst und Sonne – atmosphärische Reminiszenzen an seine Heimatländer – werden dabei ebenso zu stilistischen Leitmitteln wie eine betont abstrahierte Architektur, in der sich – ähnlich den Werken der Romantik – der Mensch stets über seine Spuren findet.
Indem der Künstler den Eindruck erweckt, als seien seine Bilder auf den Himmel oder das Meer selbst gemalt, lässt er den Betrachter zudem in jene Welt eintauchen, die sich letztlich erst hinter einer ebenso aufgesetzt wie fragil wirkenden Zivilisationsschicht verbirgt.


Wlaz

Wlaz malt Bilder auf Leinwand und Papier und Glas, die in ihrer markanten Pinselführung einerseits an die Neue Sachlichkeit erinnern, in Bild- und Farbkomposition andererseits Impulse der für Frankreich so typischen "peinture poétique" – der poetischen Malerei – aufgreifen.
Dabei offenbart sich im Wechselspiel seiner stilistischen Attribute und entlang einer bewusst reduzierten Formensprache nicht nur das Wesen der von ihm portraitierten Frauen – "Des femmes" –, die zart und zugleich kühl, entrückt und doch dem Betrachter so nahe zu sein scheinen, sondern lässt diese als universelle Interpretation eines nachdenklich-verletzlichen, da fühlenden Menschentypus’ erahnen.

Mathias Beck

 

Anne-Marie Cotolo

Born in 196O in the south of Italy
Spent her childhood in Pompeii until the age of 8 when her parents left Italy to come to northern France, in Lorraine
Studies at the university of Metz. Works as a teacher in Thionville
Meets fabien claude - a blazing encounter, determining in her commitment to painting
Has been practising art for 20 years since the early 80’s, looking for her own techniques
In the 80’s, draws portraits with pencils and charcoal
Then paints her surroundings (early 90’s) : interiors, still lives, landscapes and self-portraits (gouache, oil, crayons)
Aware of the rift between perception and things, between the eye and the hand
Trying to reach beyond appearance. Leaves aside views painted from life : the preconceived image rendered null and void
Both the feeling of being uprooted and the idea that memory can’t be but partial induce her to fragment the image
Late 90’s, series of “self-portraits without a mirror”.
Paints over her earlier pictures - a kind of archeological work : a lifetime dormant between layers of paint
2002 : decision with fabien claude to show their works together. Create their own artists’ books with his writings and her paintings
Works on the body : mixed techniques - paint, plaster, ink and collage of crumpled or torn tissue paper taken from clothes patterns - organs or limbs scattered in a space both of confinement and freedom, the gaping body shaping its own ground; the unconscious not merely the mental one, but that of the body itself

Exhibitions since 2002
Novembre 2002 : Galerie des Arts Multiples – Metz (exposition personnelle)
Août - Septembre 2003 : Carrefour des Arts – Metz (exposition personnelle)
Octobre 2003 : B.S.M. – Metz (exposition personnelle)
Novembre 2003 : Galerie AR Experiment – Metz (exposition personnelle)
Janvier 2004 : Médiathèque de Florange (exposition personnelle)
Avril 2004 : Galerie Ovadia - Nancy
Juin 2004 : Galerie des Arts Contemporains – La Seyne sur mer (exposition personnelle)
Aout-septembre 2004 : Le jardin de lumière – Ohain (Belgique)
Octobre – novembre 2004 : Galerie Picasso – Homécourt (exposition personnelle)
Octobre 2004 : Galerie AR-Metz
Novembre 2004 : B.S.M. (Teranova) - Metz
Décembre – janvier : Lagalerie.be – Bruxelles
Janvier 2005 : Espace Castillon - Toulon
Janvier 2005 : Médiathéque de Forbach (exposition personnelle)
Février - mars 2005 : Bosphore – La Seyne sur mer (exposition personnelle)
Avril 2005 : Atelier des Eyguésiers – Aix-en-Provence (exposition personnelle)
Mai 2005 : Puls’art – Le Mans

Expositions dans un espace virtuel :
Art Point Diffusion : www.Arbre-de-Lune.fr
Lagalerie be – Bruxelles : www.lagalerie.be/claude
Cotation Drouot-galerie : www.drouot-cotation.org

 

La peinture d’Anne-Marie Cutolo est un espace contradictoire, la violence d’une proximité sans reste noyée à l’horizon, la survivance de ce corps là dans sa chair séparé par la terrible douceur d’une peinture non figurative. Foudroyé en peinture, son corps est promesse d’orage, éclair d’un non dit exprimé à partir de cette chair qui n’est jamais que l’autre de soi, d’un sens exilé.


Fabien Claude

 

    

 

Fabien Claude

Born in 1960
Of Polish origin
Thinks that this note is without interest, that any artistic project is worthwhile by its anonimity, its blanks, its lost traces (diderot, rousseau, a writing at odds with its own biography, discontinuous as regards its beginnings)
Early 80’s, gives up his studies, devotes himself exclusively to his work in writing, drawing and sculpture
Meets anne-marie cutolo, his confrontation with the south
Leaves his sculptures in imprecise places : a way of laying down flat
Repeated stays in heidelberg. Rilke. Hölderlin. The ruins. A gap of an empty sky in a scenery without any inside or outside
Moves away from painting and aestheticism
Works on the fragmentation of writing (broken lines), the breach of horizon
Writing, an uninhabited place. The neighbourhood of anne-marie’s paintings
In the 90’s, comes back to painting by the means of acrylic.
A dry material. A wall of painting. But still in abstraction
Is led to work with other artists (catherine carruggi, “l’alchimie du deuil”, christian fafet, “l’écriture comme matière transitoire”, jean-luc roth, “le grain des mots”, odile kolb, “le nomadisme de l’absence”, nicole davy, “nuage de nuit”…) in a misunderstanding. Foolishness of the artistic background (save exceptions : the ones mentioned) that conceives writing only in its descriptive role : valuation of the name, of the picture, of the aesthetic thing attested by “the quick glance”, prefigured by the cliché of the already existing thing
2002, calling into question abstraction, new academisms, an avant-garde founded on the backwardness of the general public
Very quickly, in his new orientation, gives up the term of figuration
Chooses to couple his works with those of anne-marie cutolo, to show his painting as the other of another painting
Rupture with “la galerie d’exception” that refuses his new orientation
Meets mathias beck, offensive and shy

Exhibitions since 2002
Novembre 2002 : Galerie des Arts Multiples – Metz (exposition personnelle)
Août - Septembre 2003 : Carrefour des Arts – Metz (exposition personnelle)
Aout 2003 : D’Exception Galerie – Aix-en-Provence
Octobre 2003 : B.S.M. – Metz (exposition personnelle)
Novembre 2003 : Galerie AR Experiment – Metz (exposition personnelle)
Janvier 2004 : Médiathèque de Florange (exposition personnelle)
Avril 2004 : Galerie Ovadia - Nancy
Juin 2004 : Galerie des Arts Contemporains – La Seyne sur mer (exposition personnelle)
Aout-septembre 2004 : Le jardin de lumière – Ohain (Belgique)
Octobre – novembre 2004 : Galerie Picasso – Homécourt (exposition personnelle)
Octobre 2004 : Galerie AR-Metz
Novembre-décembre : Le théâtre du méridien – Bruxelles (exposition personnelle)
Décembre – janvier : Lagalerie.be – Bruxelles
Janvier 2005 : Espace Castillon - Toulon
Janvier 2005 : Médiathéque de Forbach (exposition personnelle)
Février - mars 2005 : Bosphore – La Seyne sur mer (exposition personnelle)
Avril 2005 : Atelier des Eyguésiers – Aix-en-Provence (exposition personnelle)
Mai 2005 : Puls’art – Le Mans

En collaboration avec Nicole Davis, nuage de nuit, présenté à la galerie Vivienne - Paris

Espaces virtuels :
Art Point Diffusion : www.Arbre-de-Lune.fr
Lagalerie be – Bruxelles : www.lagalerie.be/claude
Cotation Drouot-galerie : www.drouot-cotation.org

 

D’emblée, j’aimerais abandonner le terme de figuration, présenter mon travail, le confronter à d’autres regards dans cette évidence qui peut-être d’acceptation ou de refus. Je crois la peinture dans une vérité première, la fulgurance d’un regard détourné ou capable de supporter ce qui échappe à la dénomination, du corps s’insurge contre l’indifférence attentionnée des images, le non souffert, le non ressenti des ressemblances, la gratuité d’appeler une chose par son nom de l’extérieur. La peinture devient figurative, apprivoisée par son image ; noire dans une opposition, et non plus dans la profondeur du noir. Écrire la peinture simplifie le langage dans la mesure ou écriture et peinture sont la même chose, dialoguent de corps à corps, tombent de corps en corps. Je crois un tel dialogue possible, à condition de peindre, écrire la peinture à cette limite où la résistance au dépassement n’est plus un parti pris, d’opinion, mais seulement du corps. Vivre et vivre au-delà doit traverser des murs de pierre.

La cohérence n’est pas dans l’identité d’une peinture, dans cette répétition à l’infini d’une image, d’un nom, mais dans son désir, c'est-à-dire aussi bien dans les ruptures. Le cadre, la continuité du cadre, crée l’intervalle, non pas d’une égalité, mais d’un manque, d’un vide, creuse le sens de quelque chose qui ignore encore son langage. Paradoxalement, je vois la peinture, dans sa réalisation, non pas comme le développement, la mise en lumière d’une image obscure, mais comme un négatif, la manifestation sensible d’un désir d’absence plus ou moins présente dans la décomposition des images. Le corps en peinture ne m’intéresse que dans l’anonymat des matières, dans cette écriture qui est avant tout refus de nommer, de cercler la matière dans l’évidence d’un nom. Si mon travail de peintre se rapporte à une forme, cette forme est forcément fragmentaire, verticale, en chute vers autre chose. Écriture et peinture sont des horizons ciblés, non des discours. Décomposer l’image se joue dans un espace, mais aussi dans la vision éclatée du temps, dans la pluralité des corps engagés, rassemblés, diffractés, par le « je » d’une sorte de journal intime.


Je travaille sur des séries, donc sur des ruptures. Par mes origines, je suis particulièrement sensible aux frontières, à ce non dit, dans l’usage des mots, d’un corps ensauvagé par d’autres sons. Mon lieu est cette ligne de partage entre deux horizons, ce bord, cette limite d’une appartenance vécue, non pas dans une nostalgie, mais dans la sollicitation d’un ailleurs. Peindre est une manière d’apprivoiser, de parler une langue tout en étant parlé par une autre langue.

Fabien Claude

 

Le combat des mots

         

         

         

 

des mots, les pierres ne sont plus qu’une lumière transmise, comme une voix anonyme, à travers le voile des yeux

reprendre corps dans des yeux de buée, violence d’un monde éclaté au combat des mots

dans les pierres l’eau se lève comme un cri, ruisselle sur la peau comme un corps torturé par le vent

le ciel porté par une autre lumière divise l’eau des yeux

surnagent des chemins irréguliers, des trous dans les rythmes parallèles

l’absence de visage est le seul visage

l’écriture dénude l’espace sous l’écorce des mots

la lumière devenue de la terre transparente, un tamis de visage lépreux

le crépuscule est une maison habitée par les scories du dehors

de la voix insondable, hérissée de mots, naît la déchirure d’une autre écriture

seul dans une faille simplifiée

parenthèse du sang à bout de souffle, du chemin empierré de veille

la mort improbable comme un accident de l’air, un imperceptible courant de sable sous l’eau immobile

par la faille d’un corps dédoublé, vivre est dicté jusque là

comme une blessure sous la neige, en sommeil dans l’ombre des yeux
de ce langage démesuré, de cette guerre sans âge, débordait aux autres l’ombre sous la peau

l’ombre dans l’ombre, l’air repassé

violence d’une parole qui retient le corps dans les fers d’une absence déchiquetée

profilé par le roncier d’un visage

 

engl. Translation

 

of words, stones are no more but a transmitted light, like an anonymous voice, through the veil of the eyes

taking body again into eyes of steam, violence of a world blown up at the fight of words

within stones, water rises like a scream, streams down the skin like a body tortured by the wind

the sky carried by another light divides the water of the eyes

keep on floating irregular paths, holes in parallel rythms

the absence of the face is the only face

writing bares down space under the bark of words

light has become transparent earth, the sifter of a leprous face

dusk is a house inhabited by the dross of the outside

out of the unfathomable voice, spiked with words, is born the gap of another writing

alone in a simplified rift

parenthesis of the blood out-of-breath, of the path stone-lined with wakefulness

the improbable death like an accident of the air, an imperceptible sand stream under still water

within the rift of a split body, living is dictated until then

like a wound under the snow, asleep in the shadow of the eyes

from that language beyond measure, from that ageless war, overflew to others the shadow under the skin

the shadow in the shadow, the pressed air

violence of a word that keeps the body within the irons of an absence torn to shreds

profiled by the brambles of a face

 

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content\le_livre_d'artiste.pdf

 

Reception am 28.5.2006

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

 

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Aufbau der Ausstellung am 20.5.2006

         

         

         

         

         

         

         

         

         

 

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Pressetext zur Ausstellung


Auftaktveranstaltung zum "Dialog der Kulturen" in der galerie m beck, Homburg-Schwarzenacker

Parallelausstellung "Le combat des mots" – Künstlerbücher von Anne-Marie Cutolo und Fabien Claude/"Des femmes" – Malerei von Wlaz
21. Mai - 28. Juni 2006

Mit zwei Parallelausstellungen lädt die galerie m beck während der kommenden Wochen zu einem Dialog der Kulturen ein, in dessen Mittelpunkt der Mensch und seine Spuren stehen. Als Auftakt der – im wahrsten Sinne – grenzüberschreitenden Aktionsreihe sind dabei vom kommenden Sonntag an erstmals im Saarland Künstlerbücher von Anne-Marie Cutolo und Fabien Claude sowie Gemälde des aus Polen stammenden Wahlfranzosen Wlaz alias Martial Wlzlak zu sehen.

"In Worten sind selbst Steine nicht mehr als übertragenes Licht", beschreibt Fabien Claude ebenso knapp wie präzise die Macht der Sprache. Unter dem Titel "Le combat des mots" ("Der Kampf der Worte") präsentiert der Maler und Schriftsteller nun gemeinsam mit der 1960 in Italien geborenen, nahe Pompeji aufgewachsenen und schließlich seit ihrem achten Lebensjahr in Lothringen lebenden Anne-Marie Cutolo zwanzig gemeinsam geschaffener Künstlerbücher. "Das Künstlerbuch, wie ich es sehe", so der 1960 geborene Claude, "das heißt in der Art, wie ich es schreiben kann, ist kein Dialog, sondern ein Fluchtpunkt". Als Ergebnis dieses ebenso offenen wie offensiven Werkansatzes scheint sich im Wechselspiel seiner Textvorlagen und der einzelnen, in die Bücher gemalten Unikate von Anne-Marie Cutolo gleichsam die ganze schöpferische Kraft zweier – zumindest auf den ersten Blick – unvereinbarer Positionen zu verdichten. Bei all dem bildet die an abstrahierte Gedankenlandschaften erinnernde Bildsprache Cutolos nicht nur farbfeldbetonte Gegengewichte zu den Sprachmysterien Fabien Claudes, sondern eröffnet zugleich den Zugang zu den Spuren einer kollektiven, wenngleich erst im Entstehen begriffenen Erinnerung. Nicht ohne Grund verweisen beide darauf, dass in ihrem spannenden Gemeinschaftsprojekt die Abwesenheit des Realen das einzig Reale darstellt, sich aber gerade dadurch die von ihnen als Leitgedanke aufgegriffene "Heftigkeit einer im Kampf der Worte aufgeblähten Welt" erahnen lässt.

Diesem Form gewordenen "Kampf der Worte" stellt der 1957 in Polen geborene und heute im lothringischen Scy-Chazelles und in Südfrankreich lebende Künstler Wlaz 20 seiner großformatigen Gemälde gegenüber, die in ihrer markanten Pinselführung einerseits an die Neue Sachlichkeit erinnern, in Bild- und Farbkomposition andererseits Impulse der für Frankreich so typischen "peinture poétique" – der poetischen Malerei – aufgreifen. Dabei offenbart sich im Wechselspiel seiner stilistischen Attribute und entlang einer bewusst reduzierten Formensprache nicht nur das Wesen der von ihm portraitierten Frauen – "Des femmes" –, die zart und zugleich kühl, entrückt und doch dem Betrachter so nahe zu sein scheinen, sondern lässt gerade seine nun in Homburg gezeigte Werkserie diese als universelle Interpretation eines nachdenklich-verletzlichen, da fühlenden Menschentypus’ erahnen.

Die Parallelausstellung "Le combat des mots" – Künstlerbücher von Anne-Marie Cutolo und Fabien Claude/"Des femmes" – Malerei von Wlaz ist vom 21. Mai bis einschließlich 28. Juni 2006 in der galerie m beck, Historischer Schwedenhof (am Römermuseum), Homburg-Schwarzenacker, zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: mittwochs bis freitags von 16 bis 20 Uhr, sonntags und feiertags von 16 bis 18 Uhr sowie jederzeit nach vorheriger Vereinbarung (geschlossen bleibt die Ausstellung während der Pfingstfeiertage, am 4. und 5. Juni sowie am 15. Juni). Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zu beiden Ausstellungen sowie der Projektreihe "Dialog der Kulturen" gibt es unter Telefon (0 68 48) 7 21 52 sowie im Internet unter www.galerie-monika-beck.de.

 

http://www.artpointfrance.info/article-2705302.html

 

..\06\content\2006-06-Portal-Kunstgeschichte.htm

 

Technische Informationen zur Ausstellung