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7. September - 14 Oktober 2005
Andrea
Denis
Die Männersuchbilder


Andrea Denis, geboren 1959 , wohnt mit ihrer Familie
in Lebach.
Andrea Denis arbeitet dort seit 1996 als freischaffende Künstlerin und
Lyrikerin und gründete im gleichen Jahr "DIE KLEINE KUNSTFABRIK" in
ihrem Atelier in Lebach, wo sie individuelle Mal- und Zeichenkurse für
Kinder und Erwachsene durchführt.
Die Jahre vor 1996 arbeitete Andrea Denis in ihren drei ausgebildeten
Berufen, in technischen und kaufmännischen Bereichen, um sich dann nach
der Geburt der beiden Töchter, Dominique und Roxane, einem zweijährigen
Studium der Theologie zuzuwenden, um sich danach aber ganz dem
autodidaktischen Studium der bildenden Künste und der Kunsttherapie,
insbesondere der Kinderkunst, zu widmen. Andrea Denis ist Mitglied im "KUNSTFORUM",
Saarlouis. Das vielfältige Talent der Malerin und Zeichnerin lebt jedoch
auch in fantasievollen Kleinskulpturen aus Speckstein und anderen
Materialien, in kreativen Büchern, Gedichten und Bilderbüchern. Sie
beschäftigt sich mit Wand- und Raumgestaltung und entwirft Layouts in
individueller Handzeichentechnik auf Anfrage. In ihren Werken lässt sie
Begegnungen zu und bevorzugt eine absolut spontane, unbeeinflusste
Arbeitsweise. Im Mittelpunkt steht der Mensch, mit all seiner inneren
und äußeren Ausdruckskraft, seinen Beziehungen, seinen Leidenschaften
und Gedanken. "DIE KLEINE KUNSTFABRIK" führt regelmäßig Ausstellungen
mit ihren Mitgliedern durch. Werke der Künstlerin sind gelegentlich in
Gemeinschaftsausstellungen des KUNSTFORUMs Saarlouis oder in
Einzelausstellungen zu sehen.
Einzelausstellungen
1997 Rathaus Lebach
1998 Saar Bank Heusweiler
1999 Casino HBL, Freyming-Merlebach, Frankreich und diverse in Lebach
1999 Veröffentlichung eines eigenen Kunstkalenders durch die Firma
Repa-Druck, Ensheim
2000 Galerie Treinen, Saarbrücken
2001 Lesung eigener Gedichte in der Bettinger Mühle, Schmelz
2001 Kunstforum Leismann, St. Ingbert
Schloss Buseck, Bubach-Calmesweiler
und andere sowie diverse Kindergarten- und Schulprojekte und Workshops.

v l n r: Matthias Glässer | Claudia Tebben | Andrea
Denis | Christian Thomé
Ausführliche Biographie als pdf
in situ kurz vor der Eröffnung







Bilder ansehen
Meine „Männer-Such-Bilder“
Die in Mischtechnik entstandenen „Männer-Such-Bilder“
ermöglichen einen ganz besonderen Blick in die Tiefen der weiblichen
Psyche. Der lebenslange Versuch einer Annäherung von Männlich und
Weiblich, zwingt die weibliche Gedankenwelt, ganz andere Lösungswege für
dieses Problem zu suchen.
Andrea Denis´ „Männer-Such-Bilder“ sind sozusagen Innen-Momentaufnahmen
weiblicher Sehnsucht nach Zweisamkeit, die mit hintergründigen „Hell-
und Dunkeleffekten“ zum kritischen Betrachten der Situation,
gleichzeitig aber auch, über die Altlasten hinweg, zu einem Spaziergang
zu den geheimnisvollen Abgründen der weiblichen Seele einladen.
Andrea Denis

Andrea Denis hat in ihrer Malerei einen Mittelpunkt -
den Menschen.
Sie arbeitet figurativ, liebt die Farben, arbeitet gelegentlich
schwarz-weiß oder nur mit drei Farben. Mal ein kräftiges Rot oder tiefes
Schwarz in Form und Linie bilden ausdrucksstarke Kontraste zum hellen
Bildgrund. Mit der Farbe schafft die Künstlerin Räume, Landschaften,
gegenständliche Gebilde, Bewegung, dynamische Energie und dramatisches
Geschehen.
Andrea Denis' Bilder haben nichts Endgültiges. Sie sind Momentaufnahmen
einer menschlichen Haltung in einer ganz bestimmten Situation. In diesem
lebendigen Innehalten bzw. bildhaften Fixieren des Momentes liegt ein
großer Reiz ihrer Arbeiten. Die Malerei und Zeichnung von Andrea Denis
zeigen auch ihre verschiedenen Interessen auf. Ihre Bilder beschäftigen
sich hauptsächlich mit ihrem Leben als emotionale Antwort auf die
Situation um sie herum. Die Künstlerin scheut sich nicht, gelegentlich
auch Zerstörungen oder Irritationen des Weiblich-Schönen aufzuzeigen.
Zum Kürzel reduzierte weibliche Akte mit ihren fast schon signalartigen
Leitlinien und schlängelnden Elementen zeugen von ihrem entschlossenen
Formempfinden.
Mit der zunehmenden Größe der Bildformate erweitert sich der Bildraum
zur Fläche, die den Betrachter nicht mehr einbezieht, sondern ihm einen
Standpunkt außerhalb und jenseits des Bildes zuweist. Andrea Denis
arbeitet sowohl gegenständlich, als auch gegenstandsfrei. Zentrales
Thema ihrer Malerei und Zeichnung sind neben der Darstellung des
Menschen Blumen-, Frucht- und GefäßstillIeben sowie Landschaften, Natur
und Tiere, Phantasien, Träume und Gedanken verweben sich in ihrem Kopf,
wirbeln und toben vor ihrem geistigen Auge, explodieren und zerfallen,
um sich dann wieder zu neuen Bildern zusammenzusetzen. Dabei fühlt sich
die Künstlerin zunächst als Betrachterin, bis sie sich mitten darin
wiederfindet und von ihr gefangengehalten wird. Die Künstlerin sieht ihr
Selbst in ihren Arbeiten widergespiegelt.
Andrea Denis unterscheidet zwischen den vor der Natur entstandenen und
den "inneren" Bildern. Seherfahrungen, Seherinnerungen und der
schöpferische Impuls vermitteln zwischen beiden.
Man trifft in ihrem Oeuvre auf sehr unterschiedliche Ausarbeitungen zu
Themen wie Liebe, Freiheit oder Frieden, die sie mit viel Phantasie und
Symbolik versieht. Andrea Denis' Bilder erzählen aber auch Geschichten
vom Kreislauf des Lebens, vom Geborenwerden und Sterben, vom Verhältnis
zwischen Mann und Frau, vom Lieben, Leiden, Glauben und Zweifeln.
Manches versteht der Betrachter auf Anhieb, anderes bedarf des
Nachdenkens bzw. einer gewissen Entschlüsselung. Die assoziativen
Bildtitel helfen manchmal dem wenig phantasievollen Betrachter auf die
Sprünge.
Die Werke sind geprägt vom Kontrast aus Gegenständlichem und Abstrakten,
ebenso vom Rhythmus der Linienführung, vom Wechsel der Helligkeiten und
von der Mischung verschiedener Techniken. All dies macht die Bilder
spannend. Man entdeckt mit jedem Hinsehen wieder neue Elemente.
Graphisches schiebt sich mitunter ins malerische Bildgefüge. Wie sehr
die Künstlerin das Zeichnerische anzieht, belegen viele ihrer Arbeiten.
In den Tuschezeichnungen lassen sich infolge unterschiedlicher
Federstärke die Wirkungsmöglichkeiten von Schwarz- und Grauwerten
ausschöpfen, durch die sich dann die Vorstellung Räumlichkeit und
Stofflichkeit in ihrer optischen Erscheinung herausschält. Der
Tuschestrich übernimmt zudem konstruktive Aufgaben, als Binnenzeichnung,
als Beschreibung von Texturen und als Veränderung der
Oberflächenerscheinung.
In anderen Werken bringt die Farbe allein die Form hervor als eine
drängende, aktive Gestalt beispielsweise in Rottönen von abgestufter
Leuchtkraft oder als ein Zerfließen von Schwarz. Eine leuchtende, oft
mit Blau-, Rot- oder Gelbtönen dominierende Farbigkeit spricht Auge und
Gemüt ebenso an wie die nur scheinbar spontane Organisation des
Farbmaterials. Es gelingt der Künstlerin feinste Farbnuancen
herzustellen und gleichzeitig durch Strukturen im Farbauftrag die
Oberfläche ihrer Bilder in Bewegung zu setzen und vibrieren zu lassen.
Die Berührungen und Verzahnungen der farbigen Flächen steigern den
Rhythmus und verdichten die Bewegung der Bilder.
Vom Werk her betrachtet, ist in den letzten Jahren eine Konzentration,
eine Verdichtung erfolgt: So hat Andrea Denis z.B. Zeichnungen gemacht,
die auf Erscheinungen der Natur hinweisen, in Form von Linien, die das
Wesen darstellen und nicht den Gegenstand abbilden; nicht um die
Realität wiederzugeben, sondern um sie spontan in Linie, in Bewegung und
in Form umzusetzen. Aus dieser, Vorgehensweise heraus sind einige der
jüngeren Bilder entstanden. Andrea Denis versucht in ihren Arbeiten dem
Wesen der Dinge auf die Spur zu kommen und dieses mit gestalterischen
Mitteln zum Ausdruck zu bringen. Ihre Werke fordern vom Betrachter die
Bereitschaft, sich auf ein unmittelbar sinnliches Erfahren einzulassen,
das über ein rationales, oberflächliches Wiedererkennen von Vertrautem
hinausgeht.
Im Werk von Andrea Denis geht es um Verwandlung des Gesehenen und
Erlebten, des Vorgefundenen und Phantasierten in eine Farbe, Form
Struktur, in ein Bild, in Malerei oder Zeichnung. Die Bilder bleiben an
optisch sichtbare Vorgaben gebunden. Gerade deshalb werden sie immer
erweitert, variiert, phantastisch überlagert, verfremdet, um sich dem
Verborgenen anzunähern. Farbe und Linie sind dabei die wichtigsten
Ausdrucksmittel.
Andrea Denis stilistisch einzuordnen, fällt schwer. In der Beschränkung
der Themenkreise auf figürliche Darstellung, Landschaften und Stillleben
zeigt sich, dass die Künstlerin nicht nach aktuellen Tendenzen strebt,
sondern in der Durcharbeitung formaler Probleme ihre Aufgabe sieht.
Davon geben viele ihrer Werke Zeugnis ab.
Es ist für Andrea Denis ein Stilmittel, den Betrachter zu eigener
Interpretation, zu eigenen Träumen und Empfindungen anzuregen. Der
Betrachter soll sich in das Bild mit einbeziehen, sich darin bewegen,
suchen, kombinieren und entdecken wozu ich Sie hiermit herzlich einlade!
Eike Oertel-Mascioni
Arbeiten bis 2004







Alle 142 Bilder aus der
Auswahl Andrea Denis ansehen
Pressetext zur Ausstellung
Mit einer Parallelausstellung öffnet die galerie m
beck, Homburg-Schwarzenacker, nach der Sommerpause erneut ihre Pforten.
Arbeiten von Andrea Denis, Claudia Tebben, Mathias Glässer und Christian
Thomé erschließen dabei nicht nur vier völlig unterschiedliche
künstlerische Positionen, sondern vermitteln durch die bewusste
Gegenüberstellung auf vier Ebenen zugleich auch ein ungewöhnliches
Raumerlebnis.
"Die Natur bestimmt meine Malerei", sagt Claudia Tebben, "jedoch nicht
allein als Gegenstand der Darstellung, sondern als ein Widerhall, ein in
der Abstraktion formuliertes Echo". Diesem Ansatz entsprechend
inszeniert die 1966 in Gelsenkirchen geborene Folkwang-Schülerin das
gestalterische Spiel zwischen Mikro- und Makrokosmos zugleich als
Unterwerfung des Lebewesens unter das "große Ganze der Natur". Aus der
Übertragung dieser wechselseitigen Spannungen in Bilder entwickeln sich
Kunstwerke auf Leinwand und Papier, in denen – nicht zuletzt durch
intuitive Naturwahrnehmungen des Betrachters – Farbe und Materialien,
Linie und Raum in abstrakt-lebendige Ideallandsschaften münden. "Die
Form, der ich nachstrebe", so die Künstlerin, "ist eine, die die Natur
zur Vorraussetzung hat. Und diese ist grenzenlos."
Ein ganz anderes Landschaftsbild hingegen entwirft Mathias Glässer in
seinen großformatigen, an Traumsequenzen erinnernden Tableaus, die er
nun unter dem Titel "Aufbruch ins verlorene Paradies" erstmals im
Saarland präsentiert. In ihnen interpretiert der Maler das Licht bewusst
als formbare Substanz und lädt die Betrachter zu einer Reise entlang
phantastisch anmutender, in sich verschmelzender Bildwelten ein. Auf
kunsthistorische Bezüge verzichtend und frei von betonter Abstraktion,
sind seine aus hauchdünnen Farbschichten entstandenen, luzid-offenen
Gemälde zugleich monumentale Seelenlandschaften, die Glässners "Aufbruch
ins verlorene Paradies" als unerwartete Begegnung mit universellen
Erlösungsvisionen erscheinen lassen.
Traumwelten ganz anderer Art offenbart die Lebacher Künstlerin Andrea
Denis in ihren "Männer-Such-Bildern": Mit ihnen rückt die 1959 geborene
Künstlerin aus dem Leben heraus entwickelte Momentaufnahmen weiblicher
Zweisamkeitssehnsüchte in den Mittelpunkt der Betrachtung. Dabei führt
sie in ihrer Werkreihe die vielfältigen Facetten ihres Leitmotivs auch
formal fort, indem sie ihre situativen Bildchroniken konsequent in
Mischtechnik ausführt. In ihrer Bandbreite zwischen kontrastreich
Figurativem und lyrischer Pose präsentieren sich ihre
"Männer-Such-Bilder" daher gerade in der räumlichen Gegenüberstellung
als ungewöhnlich dichter Reigen menschlicher Wunschwelten und
Lebenssehnsüchte.
Das "Spiel mit Binnen- und Außenraum in der Urform" wiederum bildet das
Zentrum von Christian Thomés Werk. Für den 1970 in Neunkirchen geborenen
Bildhauer bedeutet Kunst dabei, "Ruhe aus der Spannung heraus zu
erfahren". Beides entwickelt sich bei ihm durch seine ans Meditative
grenzende Arbeit am Material, bei der sich die Zurückgezogenheit des
schaffenden Künstlers – die "Binnenwelt" – durch das Werk und die von
Thomé geforderte Aufmerksamkeit des Betrachters ebenso subtil wie
kraftvoll in die Gesellschaft – "den Außenraum" – überträgt.
Dementsprechend anziehend wirken seine Stein gewordenen Meditationen,
die trotz ihrer scheinbaren Leichtigkeit weder den Werkprozess noch ihre
eigentliche Natur verleugnen. So werden Flex und Helix – typische
Werkzeuge des Bildhauers – für Christian Thomé zum Mittel und zum Zweck,
gebiert ihre gewaltige Kraft einen nicht minder intensiven Geist der
Ruhe.
Die Parallelausstellung "Matthias Glässer: Aufbruch ins verlorene
Paradies"/ Andrea Denis: Die Männer-Such-Bilder"/ "Christian Thomé:
Helix und andere" ist vom 7. September bis einschließlich 14. Oktober
2005 in der galerie m beck, Historischer Schwedenhof (am Römermuseum),
Homburg-Schwarzenacker, zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: mittwochs
bis freitags von 16 bis 20 Uhr, sonntags und feiertags von 16 bis 18 Uhr
sowie jederzeit nach vorheriger Vereinbarung. Claudia Tebbens Malerei
auf Leinwand und Papier ist darüber hinaus bis einschließlich 20.
Oktober zu sehen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zu dieser
und weiteren Ausstellungen gibt es unter Telefon (0 68 48) 7 21 52 sowie
im Internet unter www.galerie-monika-beck.de.
Eröffnung am 4.9.2005














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von der Eröffnung ansehen
Aufbau am 3.9.2005




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Ausstellungsbesprechung | Bernhard Reichhart | Saarbrücker Zeitung |
8.9.2005

Ausstellungshinweis | Treff Regional | Saarbrücker Zeitung | 8.9.2005

Ausstellungshinweis | HW | Saarbrücker Zeitung | 8.9.2005

Ausstellungshinweis | Saarpfalz City-Map | 9 2005
Technische Informationen
zur Ausstellung
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