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26. Mai - 14. Juli 2002
MICHAEL BAUSE | SERAPHINA LENZ
Einladungskarte

Michael
Bause
1954 in Greven/W. geboren 1973 Ausbildung zum Schriftsetzer 1974-1979 Studium Visuelle Kommunikation - Münster 1990 Arbeitsstipendium des Senators für Kulturelle Angelegenheiten - Berlin 1992-1996 Lehrauftrag für Malerei2eichnung - HdK Berlin 1993 Türkei Stipendium der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten - Berlin 1997 1. Preis und Ausführung Kunst am Bau Projekt Kindertagesstätte Rudower Felder Berlin 1999 1. Preis und Ausführung Kunst am Bau Projekt Lieselotte Berger Schule Berlin 2000 Wandbildsymposium Kaunas Litauen
Ausstellungen (Auswahl)
1988 Kunstverein Unna - Stadfräume Galerie IX Berlin (EA) 1989 Galerie Neue Räume Berlin (EA) 1991 Einsichten-Aussichten Galerie Kosmos Essen (EA) (K) - Bilder Galerie Weber Münster (EA) (K) 1992 Le Cadavre Repris Galerie M Berlin - Petersburger Hängung Collagen und Übermalungen 1986-1992 Kunstverein Greven (EA) (K) - Bandbreite Hackesche Höfe Berlin 1993 1/orschläge zur Malerei Galerie Weber Münster - Le Cadavre Repris Stadschouwburg Antwerpen 1994 Istanbuler Blätter BM Contemporary Art Center Istanbul, Galerie Weber Münster, Türkisches Kulturzentrum Berlin (EA) (K) 1994-1995 Inkonferenz Städt. Ausstellungshalle am Hawerkamp Münster (K) 1995 Un Ort Nung Galerie im Körnerpark Berlin (K) 1996 Der Fleck Galerie im Kömerpark Berlin 1998 Glasschränke Städt. Galerie Lemgo, Haus Eichenmüller (EA) - Westdeutscher Künstlerbund Städt. Galerie Schloss Strünkede Herne (K) = Istanbul in Berlin Ausstellung der Berliner Stipendiaten Kunstamt Kreuzberg/Bethanien Berlin (K) Bilder und Objekte Galerie Petersen und Partner Berlin (EA) 1999 Doppelte Wahrheit Galerie im Saalbau Berlin - Art-on Galerie Berlin Kunst am Bau Projekte Bildhauerwerkstätten Pankehallen Berlin 2000 Paraphrases of the Classic Kaunas Gallery Litauen Inkonferenz 2 Künstlerhaus Dortmund (K) Von Haus zu Haus Westdeutscher Künstlerbund Museum Lüdenscheid (K) 2001 E-Werke Berlin 2002 Inkonferenz 3 Universitätsklinikum Charite Berlin Inkonferenz 3 > ab Juni im Lagerzustand Kunst im Hagenbucher Heilbronn Galerie
Monika Beck Homburg
Bilder
Ich konzipiere für meine Malerei vorwiegend Serien. Auf Leinwand unter mattiertem Glas und in letzter Zeit vermehrt auf und hinter Glas als Bildträger selbst. Die Motive der Knoten und Schleifen ziehen sich sowohl durch die Bilder als auch durch kleinere Formate und Papierarbeiten. Meist als einfache Linie gezeichnet bilden sie einen Kontrapunkt zur gemalten Flüche. Mein Interesse gilt in derMalerei dem Raum. In vielen Schichtungen bekommen die Bilder ihre materielle und transparente Wirkung, die den dargestellten Fragmenten und Details eine faktische und rüumliche Präsenzverleiht.
Collagen
Seit 1986 klebe ich kontinuierlich Collagen. Gesammelt aus billigem Materialvom Restetisch, aus den 99 Pfennigsparadiesen überlagere ich Papiere und Fundsachen zu immer neuen Kombinationen. Häufig sind es Farbtabletten, die ich in jeder möglichen Form sammle, und die mit ihren grellen und "kitschigen" Farbspektren den Anstoss für die Bilderserien geben. In wiederholten Schichtungen werden Konturen unscharf und mit der Transparenz wird die Verschleierung der Sicht erfahrbar. Es geht mir um das Sehen, um das Wahrnehmen und dessen Fiktion.
Seraphina
Lenz
1963 in Münster geboren
1983-19866 Ausbildung zur Modellistin an der Ecole Esmod, Paris 1987-1994 Studium an der Kunstakademie Münster bei Reiner Ruthenbeck
Meisterschülerin; Akademiebrief
seit 1994 Freischaffende Künstlerin
Ausstellungen/Projekte
1990 Wewerkapavillön, Münster (K)(EA) 1991 Ortszeit, Kunst im. Stadtraum, Telgte (.K) I992 Projekt
Werkstättausstellungen, Münster (EA) 1995 Frühbeet, Cuba,.Münster (EA) der Ietzte Tag im Sommer, Kunstverein Greven
(K)(EA) 1996 Schiffsreise/Fischreise,. Arthur Andersen, Frankfurt a.M. 1997 Zimmer Zehn, Wanderaussteltung (K) 1999 leichte Säcke, Kunstverein Drensteinfurt
(K) (EA.) Einparken; Körnerpark, Berlin- doppelte Wahrheit, Galerie im Saalbau, Berlin (EA) 2000 Schnitt 2000, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf' Inkonferenz 2, Künstlerhaus Dortmund (K) Yokohama National- University Culture Hall, Yokohama (EA) Naito Gallery,
Misaki (EA) 2001 Jagdfieber, Berlin (K) die grüne Nacht (Areale Neukölln), Gropiusstadt,
Berlin(K) 2002 Inkonferenz 3, Charite, Berlin Galerie Beck, 'Homburg
Lehraufträge
1996 Kunstakademie Münster in Zusammenarbeit mit Lili Fischer 2000 Gastdozentur an der Yokohama National University
Stipendien
1995 Stipendium des Landesverbandes Westfalen Lippe 1996 Stipendium im Künstlerdorf Schöppingen 1997 Arbeitsstipendium der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin 2000
Arbeitsstipendium der Stiftung Kunst und Kultur NRW
Dem Blick im Raum folgt der Griff ins Leere
Der Raum, greifbar und virtuell, als Thema von Seraphina Lenz und Michael Bause in der Homburger Galerie Monika Beck
Traue niemals deinen Augen, sondern nur dem, was du greifen kannst! Ein ebenso alter wie gut gemeinter Ratschlag ist gerade heute in Zeiten virtueller, elektronisch erzeugter Welten aktuell wie nie zuvor. Denn das Auge lässt sich auf vielfältige Art und Weise täuschen, der Tastsinn hingegen ist wesentlich zuverlässiger. Das wissen auch Seraphina Lenz und Michael Bause. Das Berliner Künstlerpaar hat das Thema Raum unter die Lupe genommen. Herausgekommen sind recht überraschende Skulpturen und Bilder, die derzeit die beiden Etagen der Homburger Galerie Monika Beck füllen.
"Zum Ding gehört der Raum“, lautet dabei das konzeptionelle Credo der 1963 in Münster geborenen Seraphina Lenz. Oder auch umgekehrt. Denn in jeden Raum setzt die Künstlerin mit verschmitztem Augenzwinkern auf Wunsch eines ihrer ebenso witzigen wie hintergründigen Objekte. Ganz
unvermittelt hängen, stehen, liegen und lehnen sie als inszenierte Erscheinungsformen im Raum. Da werden rote Bälle von einem Drahtgeflecht gefangen, kitschig
umhüllte Betonrollen lehnen dezent neben blauen Stoffbällen in einem an
Geschirrkörbe erinnernden Drahtgeflecht. Wenngleich es auf den ersten Blick nicht immer ersichtlich ist, aber die Dinge in Seraphina Lenz Installationen stehen in pausenloser Kommunikation zueinander. Aus einem subtilen Spannungsverhältnis heraus scheinen sie Energie zu beziehen, eine Art "Lebensmut", den sie an den Betrachter gerne weitergeben. Und dieser Mut hat viel mit Humor zu tun, mit kindlicher Unbeschwertheit. Alles ist hier greifbar, bleibt jedoch leicht und transparent, wie aus einem phantastischen Traum entsprungen.
Da wirken die gemalten Bilder, Papierarbeiten und Collagen von Michael Bause schon bodenständiger und zurückhaltender. Schließlich fordern sie nicht mit beinahe unverschämter Selbstverständlichkeit den Raum wie die Werke von Gattin Seraphina. Sie hängen flach und bescheiden an den Wänden. So bescheiden, dass man unbedingt einen Blick auf sie werfen muss. Und plötzlich ist es wieder da, das Gefühl, der Raum sei gefüllt mit unglaublichen Dingen. Man steht nicht mehr in der Galerie, sondern in einem neuen Ort jenseits des Greifbaren. Mit Hilfe von Transparenz und Materialkontrasten versteht es Michael Bause, den Eindruck überraschender Räumlichkeit in seinen zweidimensionalen Bildern hervorzurufen.. Auf Leinwand unter mattiertem Glas, auf und hinter Glas als eigenständigem Bildträger gemalt, entdeckt man immer wieder Knoten und Schleifen. Sie ziehen sich sowohl durch die Bilder als auch durch kleinere Formate und Papierarbeiten. Meist als einfache Linie gezeichnet bilden sie einen Kontrapunkt zur gemalten Fläche. "Mein Interesse gilt in der Malerei dem Raum. In vielen Schichtungen bekommen die Bilder ihre materielle und transparente Wirkung, die den dargestellten Fragmenten und Details eine faktische und räumliche
Präsenz verleiht." beschreibt Bause seine Vorgehensweise. So spielt das Berliner Künstlerpaar Raumplanung im wahrsten Sinne des Wortes. Sie ganz greifbar und trotzdem märchenhaft, er virtuell und trotzdem fest in der Realität verhaftet.
Stefan Folz | Die Rheinpfalz
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| Ausstellungskritik
| Saarbrücker Zeitung | Dr Sabine Graf | 20.6.2002
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| Ausstellungsbesprechung | Pfälzischer
Merkur | 28.5.2005 | 1.
Abschnitt | 2. Abschnitt
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| Ausstellungsnotiz
| Pfälzischer Merkur | 25.5.2002
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| Ausstellungshinweis
| EuroSaar | August 2002
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