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2. April - 28. Mai 2000
BENNI COHEN-OR | JÖRN KAUSCH
Einführungsrede
Von Cohen-Or sehen Sie 2 Werkgruppen aus den vergangenen 5 Jahren:
Zu einem die, die Jörn Kauschs schwarz und weiß der Grafik bzw der gedämpften materialgerechten Oberflächenfärbung der Plastiken gleißende mediterran geprägte Farbigkeit und Betonung der Primärfarben gegenüberstellen.
Zum anderen Zeichnung und Linienbetonte eher pastellig wirkende Bilder, die wir den Druckstöcken Kauschs im Eingang gegenübersetzten.
Tatsächlich unterschieden wurden diese beiden Werkgruppen allerdings unter dem Aspekt des landschaftlichen Eindrucks der Bilder in der Hauptetage und der eher städtischen, also architekturalen Linierung der Bilder im Eingang der Galerie.
Kauschs Holzdrucke wirken zwar in der Gegenüberstellung zu Cohen-Ors Malerei seltsam narrativ und zeichenhaft (im Sinne etwas bedeutender Zeichen), sind aber offensichtlich viel mehr eine Enzyklopädie seines aktuellen Formenvokabulars in der Plastik, und noch darüber hinaus vielleicht architektonisch gemeinte Behandlungen von Binnenraum und Außenraum, bespielen also den oft sich nicht gleich erschließenden Zusammenhang zwischen Außenhülle (als Körper) und Innenraum (als Behausung).
Während der streng und regelgerecht formulierende Cohen-Or in dieser Umgebung einen spielerischen Drall erfährt, weniger behäbig ernst und gravitätisch erscheint, war für mich überraschend, dass Kauschs Arbeiten umgekehrt sich als im Ansatz so auf das Monument abzielende Attribute besitzen.
Man kann jeweils darüber streiten, ob eine solche Durchdringung zweier Ausstellungen in einer Galeriesituation sinnvoll ist oder nicht, ich denke aber, wir haben gemeinsam einen für beide Künstler funktionierenden Kompromiss finden können.
Mathias Beck | April 2000
Benni
Cohen-Or
Malerei und Grafik

1940 geb in Bagdad Irak
1951 Einwanderung nach Israel
Mitte 50er Jahre Boxchampion in Israel
Mittelmeerfischer
1963-66 dramaturgische Ausbildung in Tel Aviv
1967-70 Studium School of Art Tel Aviv
ab 1970 freischaffender Künstler, Boxtrainer Wingate-Institut Natanya, Profi-Box-Trainer in Kiriath-Ono
1978 Stipendium Amerikanisch-Israelischer Kulturpreis
1979 Studienaufenthalt in London
1980 Übersiedelung in die Bundesrepublik
1988 deutsche Staatsbürgerschaft

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Jörn
Kausch
Objekte und Holzschnitte

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1953 geb Marialinden Kreis Overath
1975-80 Studium Akademie d Bildenden Künste Karlsruhe Prof W Loth
1976-79 Studium Kunstwissenschaft Uni Karlsruhe
1988 Stipendium Kunststiftung Baden-Württemberg
1989 Arbeitsstipendium Philip Morris GmbH Berlin
1992-93 Lehrauftrag FH Trier
1996 Cité Stipendium des Landes Baden-Württemberg in Paris, das andernorts oft ein fast freihändig gewährtes Stipendium ist, in Baden-Württemberg allerdings aus einem harter Wettbewerb resultiert
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| Saarbrücker Zeitung | Dr Sabine Graf | 6.4.2000
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| Die Rheinpfalz | Stefan Folz | April 2000
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Ausstellungshinweis
| Saarbrücker Zeitung | April 2000
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