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5. Juli - 24. September 2004
Klassiker aus Ausstellungen seit 1967
Ernst
Fuchs
Radierungen
Pressetext zur Ausstellung
Ernst Fuchs – Radierungen
Die Galerie Monika Beck, Homburg-Schwarzenacker, zeigt noch bis 24.
September Grafiken des weltbekannten österreichischen Künstlers Ernst
Fuchs.
Mit einer eigens konzipierten Ausstellungsreihe möchte die Galerie
Monika Beck Kunstinteressierten einen persönlichen Zugang zu den
Bildwelten international bekannter Künstler erschließen, die ansonsten
nur aus Museen und Büchern bekannt sind. In ihrer Reihe “Klassiker aus
Ausstellungen seit 1967” zeigt sie nun in einer Sonderpräsentation
Grafiken des berühmten österreichischen Malers und Grafikers Ernst
Fuchs.
Rund 30 mittel- und großformatige Blätter erschließen dabei die
einzigartigen Bildwelten des 1930 in Wien geborenen Mitbegründers der
“Wiener Schule des Phantastischen Realismus” zählt. Wie all seine
Arbeiten sind auch seine nun in Schwarzenacker gezeigten Arbeiten von
mythologischen Themen, Altem Testament, jüdischer Kabbala und
Traumerlebnissen inspiriert. So stehen irreal anmutende Bildwelten neben
biblischen Motiven, Traumwelten neben scharf gezeichneten
Momentaufnahmen einer nicht minder unwirklichen Realität. In ihrer
handwerklichen Feinheit dem Stil der Alten Meister verpflichtet,
offenbart sich Fuchs darin nicht nur als herausragender Grafiker,
sondern auch als rätselhafter Interpret und Schöpfer geheimnisvoller
Bildwelten, die einerseits an Hieronymus Bosch, den Manierismus und
Salvador Dalí erinnern, andererseits die Form- und Zeichensprache der
Wiener Moderne um 1900 und die der Sechziger und Siebziger Jahre
aufgreifen.
Die Ausstellung “Ernst Fuchs – Radierungen” ist noch bis einschließlich
Freitag, 24. September, in der Galerie Monika Beck, Historischer
Schwedenhof (am Römermuseum), Homburg-Schwarzenacker, zu deren
Öffnungszeiten zu sehen: Mittwoch bis Freitag von 16 bis 19 Uhr,
sonntags und feiertags von 15 - 18 Uhr sowie jederzeit nach vorheriger
telefonischer Vereinbarung. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen
zu dieser und weiteren Ausstellungen gibt es unter Telefon (0 68 48) 7
21 52 sowie im Internet unter www.galerie-monika-beck.de.
1930 in Wien geboren.
1939 Emigration des Vaters nach Shanghai.
1945 Studium an er Akademie der Bildenden Künste unter Prof. Albert
Paris Gütersloh.
1948 Gründung der "Wiener Schule des Phantastischen Realismus".
1950 -1961 Paris, Künstlerfreundschaft mit Salvador Dali, Jean Cocteau und Jean-Paul Satre.
1957 Reisen nach Kalifornien, Israel, New York.
1957-2000 "Abendmahl-Darstellung" im Kloster "Dormitio" in Jerusalem.
1962 Rückkehr nach Wien
1966 "Architektura Caelestis" Buchausgabe mit Architektur-Entwürfen und Modellen.
1972 Kauf der Villa Otto Wagner in Wien, Restaurierung und Gestaltung.
1974-1978 Ausstattung der Opern "Parzival" und "Zauberflöte" in Hamburg, "Lohengrin" in München und das Ballett "Die Josefslegende" in Wien.
1978-1979 Lohengrin-Zyklus.
1979-1982 Fertigstellung der großen Gemälde-Kompositionen für die Villa Wagner.
1986-2000 Nymphäum Omega.
1988 Internationale Einzelausstellungen, Ernst Fuchs Retrospektive in Venedig.
1990-1993 "Die Phantasten" Ausstellung in Wien, Leipzig, Japan.
1991-2000 "Apokalypse-Zyklus" in der Kapelle der Stadtpfarrkirche Klagenfurt.
1993 Die "Ernst Fuchs, Retrospektive" in St. Petersburg.
1994 Einweihung der architektonisch gestalteten St. Jakobuskirche in Thal bei Graz.
1996 Weltpremiere der von Ernst Fuchs ausgestatteten "Zauberflöte" in Wien, München, Zürich, Frankfurt, Oslo, Bremen.
1998 "Mosesbrunnen" in Bärnbach Steiermark, größte phantastische Brunnenarchitektur.
1998 Eröffnung des "Fuchs Palast" in St. Veit .
1998-2000 "Mensch und Maschine" Monumental Kompositionen, Ölgemälde Monte Carlo.
1999 Ausstellung "Mythos, Phantasie, Realismus" Zitadelle Berlin.
1999 "Symbolon" Architekturprojekt, Bremen Nord.
2000 "Venus 2000" Bronzeskulptur.
2000 Fantasy-Art im Speicher, Bremen. Juni - Okt.
2001 Ausstellung in der "Tretjakov" Galerie in Moskau. Feb.
2001 Retrospektive im Palais Harrach in Wien. Aug.-Okt.
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Begründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, Maler, Bildhauer, Bühnenbildner und Architekt, dazu Dichter, Essayist und Philosoph. Einer der großen Meister des 20. Jahrhunderts.
Seine frühen selbständigen Arbeiten entstehen im zerbombten Wien der Nachkriegszeit. Gerade fünfzehn- bzw. sechzehnjährig schafft er Bilder, wie "Kreuzigung und Selbstportrait im Inge neben dem Kreuz" (1945) und "Frau im Spiegel einer Häuserfront" (1946), die geprägt sind von der Katastrophe, der Erkenntnis,
dass es wohl aus ist mit dieser Welt.
Ein junger Mensch, den es antreibt, das Unbegreifliche in Bilder zu fassen. Seine Malweise wird surrealistisch.
Zur Angstbefreiung gehört auch intensive Beschäftigung mit der Religion. Religion, Mythos, Magie und das Übernatürliche werden wichtige Bestandteile des Werks von Ernst Fuchs.
Die beginnende Ost-West-Konfrontation und andere Ereignisse, wie die Atombombenabwürfe auf Hiroschima und Nagasaki, sind nicht dazu angetan, die Annahme einer Weltkatastrophe in den Hintergrund treten zu
lassen. Der Zyklus "Bikini Atoll" ist Beleg dafür, wie sehr Ernst Fuchs von diesen Ereignissen
beeinflusst ist.
1949-1950 malt Fuchs, erst zwanzigjährig, "Die Metamorphose der Kreatur", eine Darstellung vergleichbar mit Holzbeins Totentanz-Motiv, inspiriert durch die Angst erzeugende, wenig Hoffnung
verheißende Weltlage, aber auch durch persönliche Not.
Fuchs schreibt über die Zeit "Mein Leben war geprägt vom Hunger".
Von 1950-1962 lebt Fuchs in Paris. Hier entsteht im Jahre 1945 das Bild "Der Geist von Merkur", das dem Künstler selbst als Beispiel des Übergangs von seiner surrealistischen Phase zum Manierismus gilt. Dieser wird während seiner Pariser Zeit zum bestimmenden Element seiner Grafik und Malerei.
Geprägt durch die miniaturische flämische Malerei und den Einfluss von van Eyck und Jean Fouquet beginnt Fuchs eine Reihe von ikonographischen Arbeiten in sehr klaren Farben. Später werden drei Hauptwerke aus dieser Zeit zu den drei bekannten Altarbildern in der
Rosenkranzkirche in Wien.
In den sechziger Jahren beginnt Ernst Fuchs mit einer Serie von Cherub-Wesen, himmlischen Wächtern des göttlichen Throns, die er in verschiedenen Variationen malt, mal sehr konkret dargestellt, mal die eigentliche Kontur durch Licht überblendet. Aus dieser Zeit stammen seine Engel-Bilder, teilweise sehr skulptural, fast im Übergang zur Architektur.
Als Ausgleich zu seiner ununterbrochenen Beschäftigung mit mythologischen und religiösen Themen malt er Landschaftsimpressionen und Blumenmotive.
Inzwischen sehr erfolgreich, erwirbt Fuchs 1972 die Otto-Wagner Villa in Wien-Hütteldorf und verwirklicht dort seine architektonischen und dekorativen Vorstellungen. Im Park der Villa errichtet er eine Brunnenanlage von beeindruckender Schönheit, das Nymphäum Omega.
In den neunziger Jahren ist Ernst Fuchs als Architekt durch die Neugestaltung der Pfarrkirche St. Jakob in Thal und das Zodiac Hotel in St. Veit an der Glan hervorgetreten. Es sind mutige Entwürfe in herrlichen Farben und voller Harmonie.
Man fühlt sich erinnert an seine Bühnenbilder, z.B. für "Die Zauberflöte", technisch durchdacht und straff geplant, dennoch voller farbiger Leichtigkeit.
Beeindruckend auch sein bildhauerisches Schaffen, das sehr als hundert Skulpturen umfassen dürfte, darunter die weltberühmte Sphinx, die zu seinem Markenzeichen geworden ist.
Schönes und Schreckliches, Dämonisches und Monströses, auch immer wieder Erotisches fügt sich zusammen zu einer ganz eigenen Welt, der Welt von Ernst Fuchs.
Diese Welt sich zu erschließen, sie kennenzulernen, ist aller Mühe wert.
(zitiert aus www.ernst-fuchs.at)
Die ausgestellten Grafiken







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Eröffnung am 5.7.2004



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Aufbau der Ausstellung am 3.7.2004


Bilder
vom Aufbau ansehen

Ausstellungshinweis | Saarbrücker Zeitung | 5.7.2004

Ausstellungshinweis
| Saarbrücker Zeitung | 6.7.2004

Ausstellungshinweis | Saarbrücker Zeitung | 7.7.2004

Ausstellungshinweis | Saarbrücker Zeitung |
15.7.2004

Ausstellungsbesprechung |
Die Rheinpfalz |
Stefan Folz | 15.7.2004

Ausstellungsbesprechung | Saarbrücker Zeitung | Bettina Billharz |
22.7.2004

Ausstellungshinweis | Saarbrücker Zeitung |
22.7.2004
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