Ganster und Beck | Ateliergalerie
Mathias Beck. Kulturmanagement GmbH
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www.ganster-beck.de

 

 
   

27. Januar - 5. März 2004

 

 Ximena Urioste de Fries 

Reminiszenzen | Malerei und Objekte

 

Einladungskarte als pdf

 

 

Geb.1952 in Sucre (Bolivien)
1971 Kunststudium an de Universität « San Francisco Xavier »
Studium der Philosophie und Psychologie mit Diplomabschluss in 1976
Im Jahr 1977 lebt und arbeitet im Amazonasgebiet.
Seit 1978 in Deutschland .
Bis 1986 Dozentin für Spanisch.
Ab 1986 intensive Auseinandersetzung mit der Kunst

 

in situ

         

 

Einführungsrede

Reminiszenz ist nicht nur ein anderes Wort für Erinnerung, meine sehr geehrten Damen und Herren, sondern bedeutet auch Anklang an etwas früh Erfahrenes.
Die Arbeiten Ximena Urioste de Fries’, die diese Ausstellung bilden, sind danach nicht eine oder mehrere Erinnerungen per se, sondern verweisen mE auf so etwas wie ein kollektives Gedächtnis der Menschheit.

Geb.1952 in Sucre (Bolivien)
1971 Kunststudium an de Universität « San Francisco Xavier »
Studium der Philosophie und Psychologie mit Diplomabschluss in 1976
Seit 1978 in Deutschland.

Die schematischen Abbildungen von Menschen, Tieren oder Rudimenten davon sollen ja nicht darstellen (im engeren Sinne), sondern sind Hinweise auf die Idee vom Menschen und der Welt.

De Fries sagt ja über Ihren Arbeitsansatz, dass die Kunst für sie eine Möglichkeit darstellt, Erfahrungen Ihres Lebens, die ja subjektiv gewonnen sind, und damit ein ganz singuläres,. einzigartiges Weltbild generieren, also eine Auffassung von der Welt, die ganz in der Person der Künstlerin liegt, und die wir – Sie oder ich – uns so niemals zu eigen machen können, (das bedeutet ja die Fremdheit der Menschen zueinander), weil wir ja unsere eigene subjektive Auffassung von der Welt haben, dass die Kunst eine Möglichkeit darstellt, im Malen der Bilder uns nachzuspüren, und wir im Betrachten der Bilder ihr nachspüren können.
Insofern bezeichnet Reminiszenz als Titel dieser Ausstellung genau das, was de Fries’ Bilder und Objekte leisten sollen.
Sie sollen das in uns gelagerte Gedächtnis der Welt stimulieren (das ist das, was wir als Wissen und als Ahnung von den Vorgängen der Menschheitsgeschichte angesammelt haben ohne unser eigenes Zutun).
Ximena Urioste de Fries’ Bilder entstehen in nacheinander ablaufenden Prozessen. 
Farbe um Farbe wird geschichtet und aufgebaut, bis der Grund entstanden ist, in dem – als Hinweis auf das Gemeinte – Figuren oder andere narrative Elemente aufscheinen können – das Gemeinte ist immer die Geschichte, die sie sozusagen anerzählt, deren Vollendung jeder von uns fertig zu bringen habe...
Dies bewirkt einerseits eine sehr hohe delikate Qualität des Materialhaften, die Bilder scheinen fast altmeisterlich gearbeitet, zum anderen aber entsteht auch Tiefe, ohne dass de Fries Tiefe hergestellt hätte im Sinne zB von Perspektive.
Das, was ich hier Tiefe nenne, korreliert mit dem, was man auch Gedankentiefe nennt.

Andererseits bergen Ihre Bilder und Objekte auch so viel Narratives, Erzählendes, dass man diese Ausstellung auch vergnüglich und Rätsel ratend begehen kann.

“Die Kunst bringt mich auf einen Weg mit neuen Erfahrungen. Die Beschäftigung mit der Kunst verleitet mich zur Suche nach der Verbindung zwischen Mensch und Erde, Mensch und Natur, Mensch und Kosmos sowie Mensch und eigenem Ursprung”

Auch dies etwas, was Sie mitnehmen können auf den nächsten Gang durch diese Ausstellung: Wenn man sich fremd fühlt (und de Fries kam 1978 als Südamerikanerin nach Deutschland), sieht man sich zurückgeworfen auf sich selbst.
Zurückgeworfen auf sich selbst, wird man sich selbst bewusst. 
Sich selbst zunehmend bewusst, gewinnt man eine Auffassung vom anderen Menschen. 
Nur wenn man diese Auffassung erlangt hat, ist ein Begegnen mit anderen wirklich möglich und reich.

Ich wünsche uns allen Vergnügen beim Rätselraten, Tiefe Entdecken, Auffassung gewinnen. Dann nämlich sind solche Eröffnungen auch ein Gewinn für uns alle - und auch ein Fest.

Mathias Beck | Januar 2004

 

         

         

 

„Meine Arbeit ist stark verbunden mit der Weltanschauung , die ich im Philosophiestudium gewonnen habe.
Die Kunst bringt mich auf einen Weg mit neuen Erfahrungen. Die Beschäftigung mit der Kunst verleitet mich zur Suche nach der Verbindung zwischen Mensch und Erde, Mensch und Natur, Mensch und Kosmos sowie Mensch und eigenen Ursprung.“

Ximena Urioste de Fries

 

         

 

Ausstellung Acrylbilder 1996 | Eike Oertel-Mascioni

„ Ihre Malerei ist gekennzeichnet von der Spontaneität der Pinsel- und Spachtelführung und eines vehementen,
kraftvollen Pinselgestus der durch die sichere Setzung beeindruckt. Auffallend ist in allen Arbeiten , die hier gezeigt werden, die Auseinandersetzung mit dem Raum, d. h. mit der Raumschaffenden Wirkung der Farbe entsteht eine Stofflichkeitswirkung bis hin zu einem greifbaren Relief.“

„Die Bilder von Frau Urioste de Fries , sind nicht vordergründig; sie entstehen prozesshaft aus verschiedenen 
Schichten und beziehen ihren Bildinhalt aus dem Zusammenwirken von Spontaneität und Überlegung.
Momente verdichten sich ,formen sich um, entstehen neu, Form und Farbe werden verändert.“

„Frau Fries markiert die bewegungswerte der Farbe als Form und löst zugleich die Flächenwerte der Form in Farbe auf. Die im positiven Sinn aufregenden Spannungen entstehen im Zusammenhang aller vielfältigen
schemafreien eigensinnigen , die eine große Vitalität verraten.“

„Mit dieser Ausstellung ist gelungen, einen unfassenden Einblick in die Qualität des Oeuvres von Ximena 
Urioste de Fries zu geben und ich wünsche, dass diese Bilder nicht „übersehen“ werden. „

 

         

 

Auszuge von „das Gute An der Malerei ist ihre Freiheit“ Presse 1998 | Dr. Sabine Graf

„Der Sprung von der Welt zu Menschen , zu sich selbst und wieder zurück : kein holpriger Dreisprung
Den mal eben so macht, sonder das ist schon ein langer Weg der Ausdauer verlangt, zumal in der Kunst,
Ximena Urioste de Fries in Ensdorf lebende Malerin, folgte diesem Weg. „

„Die Kunst als der Ort, an dem der Mensch seine Beziehung zur Welt erfährt und im Farben umsetzt: Das ist die Aufgabe, die sich Ximena Urioste de Fries gestellt hat. Bild um Bild arbeitet sie sich mit Spachtel und Pinsel voran. Warme Farben , Kalte Farben tauchen auf, Kontrasten in Formen und Farben entstehen, mal abstrakt 
als Farbenkosmos , mal entfernt abbildhaft an griechischer Dörfer erinnernd ist die Welt der Malerin .“

„Ob als sprenklige Formenwelt aus der Spritztube oder neuerdings als mit archaischen Symbolen durchsetzte 
Malerei in Erdtönen . Die Malerin bleibt der Welt auf der Spur. Dass dabei ihre Mittel wechseln, gehört dazu und ist im Grunde der wesentliche Punkt , um dieses für Sie so wichtige Verhältnis von Mensch und Kosmos immer wieder anders zu erfassen .“

    

 

„Reminiszenzen und Archetypen „ Ausstellung 2001 | Eike Oertel-Mascioni

„Die Künstlerin ist ständig auf der Suche nach Archaik. Ihre Bilder sind jedoch keine gegenständlichen
Darstellungen , keine Abbildende Werke, sonder vielmehr intensive Werke. Auffallend ist zunächst die 
Reduzierung der Formen auf Strukturen , Ornamente , Schriftzeichen, und Symbole. Alle Arbeiten stehen jenseits realer Konfigurationen. Aber die Bilder enthalten Stimmungen , Extrakte und Verdichtungen -und
Wie ich meine einen gewissen Zauber, weil uns als Betrachter vieles verborgen bleibt .“

„Ein Hang zum Mystischen, Naturreligiösen ist den Werken eigen, die das Nichtaussprechbahre, das Unfassbare 
darzustellen versuchen. Mensch und Tier , Seele und Universum scheinen in beinahe magische Dialoge zu treten.“

„Archaisch und zugleich zeitlos wirken ihre Arbeiten . In sich ruhend geben sich dem Betrachter viel Raum 
zum Nachdenken, um die Zeichen zu entschlüsseln und Gegenwärtiges im Vergangenen zu begreifen.“

 

    

 

„Vitale Bilder mit Symbolen und Zeichnen„ Presse 2001 | Beatrix Hoffmann

Ximena Urioste de Fries arbeitet mit Symbolen und Zeichen . Ihre Bilder wollen gelesen entschlüsselt werden .
„Von den großen Grundfragen : „ Was ist der Mensch ,Welche Stellung im Universum zwischen Micro und Makrokosmos nimmt er ein?“ Davon ging die Künstlerin aus . Mit Acryl Wachs und auch mal mit Nescafé
machte sie sich auf die Beantwortung dieser Frage . Ihre Bilder sind Suche, Forschung und mögliche 
Antworten. Sind Erinnerungen , Erfahrungen, die über Generationen weiter vererbt werden , die alle Menschen 
In ihren Tiefen tragen,“ 

„Ritzen statt malen trifft ihren Pinselduktus besser. So als würde sie in Urzeiten auf Felswände zeichnen, Blatter von Bäumen als Malgrund nehmen .Das sind die Vorgehensweise der Künstlerin“

„Schamanen tanzen aus Bildern heraus, Priester erheben sich, Umrisse von Bauwerken, Tieren und Vogelmenschen schälen sich aus Farbschichten . Alles Figürliche bleibt skizzenhaft angedeutet, wirkt fragil - wie von Sande verweht. Sie schürft tief, findet und erfindet.....
Man sollte die Ausstellung ansehen sie strotzt von Vitalität„

 

         

               

    

 

Pressetext zur Ausstellung

Unter dem Titel “Reminiszenzen” präsentiert die Ateliergalerie Ganster und Beck vom 27. Januar an Malerei und Objekte von Ximena Urioste de Fries.
 
Geboren 1952 in Bolivien, studierte de Fries zunächst Kunst, Philosophie und Psychologie. Nach einem einjährigen Arbeitsaufenthalt im Amazonasgebiet kam die Künstlerin 1978 nach Deutschland. Heute lebt und arbeitet Ximena Urioste de Fries in Ensdorf.

“Meine Arbeit ist stark verbunden mit der Weltanschauung , die ich im Philosophiestudium gewonnen habe”; beschreibt de Fries selbst ihren Werkansatz. “Die Kunst bringt mich auf einen Weg mit neuen Erfahrungen. Die Beschäftigung mit der Kunst verleitet mich zur Suche nach der Verbindung zwischen Mensch und Erde, Mensch und Natur, Mensch und Kosmos sowie Mensch und eigenem Ursprung”.

Die Ausstellung “Reminiszenzen” ist bis einschließlich 5. März 2004 in der Ateliergalerie Ganster und Beck, Alleestraße 6, Saarbrücken-Altenkessel, zu deren Öffnungszeiten zu sehen: Montag bis Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und Freitag von 15 - 18 Uhr sowie jederzeit nach vorheriger Vereinbarung. Der Eintritt ist frei.

Zur Vernissage am Dienstag, 27. Januar 2004, lädt die Galerie ab 19 Uhr Kunstfreunde und Interessenten herzlich ein. Ximena Urioste de Fries ist anwesend.

 

Eröffnung der Ausstellung

         

         

         

         

 

Bilder der Eröffnung ansehen

 

Im Atelier

         

Malerei

                   

              

Objekte

    

 

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Abbildungen Ximena Urioste de Fries Atelier ansehen

 

Ausstellungsbericht | Saarbrücker Zeitung | 30.1.2004

Ausstellungsbericht | Saarbrücker Zeitung | Februar 2004 

Ausstellungsbericht | Saarbrücker Zeitung | Ausg Saarlouis | Februar 2004

Bericht Galerie und Ausstellung | Saarbrücker Zeitung | Dr Sabine Graf | 27.1.2004

 

Technische Informationen zur Ausstellung